KREISLIGA-INTERVIEW Unterstedts Tim Genkel über seine neue Rolle im Team

„Ich hab’s sogar schon als Verteidiger versucht“

Tim Genkel spielt für die SG Unterstedt auf verschiedenen Positionen – am liebsten jedoch im Tor. Foto: M. Ludwig

Unterstedt - Von Lea Oetjen. Tim Genkel spielt seit der F-Jugend Fußball und steht seither zwischen den Pfosten – zumindest bis zu dieser Saison. Da seinem Verein, der SG Unterstedt, sieben potenzielle Stammkräfte in der Kreisliga fehlen, muss der 19-Jährige sein Können in dieser Spielzeit im linken Mittelfeld unter Beweis stellen – im Dienste der Mannschaft. Dabei ist ihm sogar schon ein Tor geglückt. Über seine Stärken und Ambition sowie über die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte sprachen wir mit dem Abiturienten.

Sie haben heute Geburtstag. Werden Sie sich als Geschenk aussuchen dürfen, auf welcher Position Sie gegen die FSV Hesedorf/Nartum spielen?

Nein, ich denke nicht, dass mein Geburtstag die Aufstellung unseres Coachs beeinflusst.

Falls Sie es sich aussuchen dürften: Wo würden Sie spielen wollen?

Vermutlich als Torwart, das habe ich gelernt und seit der F-Jugend eigentlich immer gespielt. Ich bin Torhüter. Das ist das Handwerk, das ich gelernt habe.

Was sind denn Ihre Stärken im Tor?

Ich bin stark auf der Linie, also sehr reaktionsschnell. Außerdem kann ich meine Abschläge ziemlich präzise an den Mann bringen. Auch im Eins-gegen-Eins bin ich souverän. Ich mag einfach die Verantwortung, die man als Torwart fürs Team übernimmt.

Fehlt Ihnen das auf dem Feld manchmal?

Ja, schon. Am liebsten wäre ich natürlich die Nummer eins im Tor. Aber ich nehme meine neue Rolle an. Das gibt’s in der Liga ja auch nicht so oft. Ich finde es toll, dass mir unsere Trainer Fabian Knappik und Uwe Delventhal das Vertrauen schenken. Klar: Ich bin kein gelernter Offensivspieler. Ich fühle ich mich aber trotzdem nicht wie ein Notnagel. Es ist ja Not am Mann, da helfe ich, wo ich kann.

Werden Sie denn jetzt zur Offensivkraft umgeschult oder bekommen Sie Torwarttraining?

Ehrlich gesagt, spiele ich momentan im Training so gut wie jede Position. Ich hab’s sogar schon als Verteidiger versucht.

Versucht?

Ja, es blieb beim Versuch. Das kann ich einfach nicht.

Wo liegen denn Ihre Stärken auf dem Feld? Wenn’s schon nicht die Verteidigung ist...

Durch meine Erfahrung als Keeper habe ich eine gute Spielübersicht. Ich bin schnell und kann meine Mitspieler mit cleveren Bälle bedienen.

Genau mit diesen Qualitäten hat Sie Werders U 23 in ihrem Unterstedter Debüt im vergangenen Jahr mehrfach überrascht. Es war die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte (0:15). Wie denken Sie heute über das Spiel?

Es war eine spannende Erfahrung. Auch wenn ich mit der JSG KAWU schon in der U 18-Landesliga gespielt habe: Das Spiel gegen Werders U 23 hat mir gezeigt, was für ein hohes Level im Fußball möglich ist. Ich hab’s trotz der Gegentore genossen.

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