„Ich habe die Vollnarkose gewählt“ / Nun sucht Fitschen wieder Verstärkung

Der fünfte Bruch – Pechvogel Klützke auf „Rekordjagd“

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Der Eindruck täuscht: Während Kevin Klützke (l.) nach dem Crash schnell wieder steht, liegt St. Paulis Jan-Marc Schneider noch am Boden. Letztlich konnte der Hamburger jedoch weiterspielen, während sich der RSV-Kapitän den linken Unterarm gebrochen hat.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Da war auch Physiotherapeutin Theresa Heuritsch ziemlich machtlos: Mehr als kühlende Eispacks und Schmerztabletten konnte sie Kevin Klützke nicht reichen. Noch am Sonntagabend wurde der neue Kapitän des Rotenburger SV wegen eines Bruches am linken Unterarm in der Wümmestadt operiert. „Ich habe die Vollnarkose gewählt, weil ich keinen Bock hatte, das mitzukriegen“, berichtet Klützke, der dem Fußball-Landesligisten mindestens zwei Monate fehlt.

Coach Jan Fitschen hatte die Suche nach Verstärkungen mit der jüngsten Verpflichtung von Timo Kanigowski (TSV Bevern) eigentlich eingestellt. Jetzt, nach der Verletzung bei den Elsdorfer Pokalwochen, sagt er: „Wir müssen gucken, ob wir nicht noch mal was tun müssen. Es darf nichts großartig mehr passieren.“ Insgesamt 19 Mann umfasst der Kader nur – und Aleksandr Friauf hat noch kein Vorbereitungsspiel wegen seiner anhaltenden Knöchelprobleme bestritten.

Klützkes Ausfall wiegt jedoch deutlich schwerer. „Er ist ein Fixpunkt in unserem Spiel“, sagt Fitschen über seinen Kapitän, der eindeutig gesetzt ist und Innenverteidiger wie Sechser spielen kann. „Er fehlt uns aber nicht nur fußballerisch, sondern auch menschlich. Ich habe ihn ja nicht umsonst zum Kapitän gemacht“, ergänzt der Coach.

Mit Frakturen kennt sich im Team des RSV keiner so gut aus wie Kevin Klützke. Und so nahm der 24-Jährige den inzwischen fünften Bruch seit April 2013 schon mit Humor: „Was soll man das so ernst nehmen – ich kann ja eh nichts daran ändern.“ Drei Mal brach er sich das Nasenbein (zuletzt im April), ein Mal die Rippe (Oktober 2014) – und jetzt den Unterarm nach einem unglücklichen Crash mit Jan-Marc Schneider vom FC St. Pauli II. „Wir wollten beide zum Ball, ich habe meinen Arm noch zum Schutz nach vorne gehalten – da ist er dann mit voller Wucht gegengeknallt“, erinnert sich Klützke, der auch als Erster wieder auf den Beinen war. „Da wir auch mit dem Kopf zusammengeknallt sind, tat das mehr weh. Erst danach habe ich gemerkt, dass die Koordination mit der Hand nicht mehr so funktionierte.“ Die Kapitänsbinde, die er am verletzten Arm trug, nahm der Elsdorfer übrigens mit ins Krankenhaus: „Die wollte ich da nicht noch drüberziehen.“ Nachdem der Bruch mit zwei Schrauben fixiert wurde, erhält er nun eine Gipsschiene und muss in sechs Wochen zur Nachuntersuchung antreten. „Dann gucken wir mal“, gibt sich der „Brucherprobte“ optimistisch.

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