Keeper Max Schlusnus überzeugt im Abstiegskampf gegen Weyhe /„Er wird seinen Weg machen“

„Ich habe noch Nachholbedarf“

15 Paraden in einer Halbzeit: Der 19-jährige Max Schlusnus bringt seine Gegner zur Verzweiflung.

Kreis-Rotenburg - SOTTRUM (ct) · Nach dem Schlusspfiff des Handball-Krimis zwischen dem TV Sottrum und dem SC Weyhe (29:28) wurde am Samstagabend ein Akteur von seinen Mitspielern, Fans und seinem Trainer ganz besonders gefeiert: Torhüter Max Schlusnus. Der 19-Jährige hatte in der zweiten Halbzeit mit prächtigen Paraden dafür gesorgt, dass der TV Sottrum in der Landesliga auf Platz zehn vorgerückt ist und weiter vom Klassenerhalt träumen darf.

„Wir werden es schaffen, wenn wir weiter so fighten und fest an uns glauben“, ist der bodenständige Max Schlusnus überzeugt. Der Sottrumer ist nicht nur jung, sondern als Torhüter auch noch ein Lehrling. Erst seit vier Jahren steht er im Tor. Schlusnus kam erst mit 14 Jahren zum Handball. Zunächst spielte er ein Jahr als Feldspieler, danach in der B- und A-Jugend im Tor. „Da ich mich aufgrund meiner Größe im Feld nicht so durchsetzen konnte, habe ich es im Tor versucht. Und das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mir nichts anderes mehr vorstellen kann“, verrät der junge Mann.

Sein Jugendtrainer und jetziger Mitspieler Eric Kruse hält große Stücke auf ihn: „Max wird seinen Weg machen. Er wird noch viel stärker werden“, ist Kruse überzeugt. Gegen den SC Weyhe löste Schlusnus nach der Halbzeit den an diesem Tag glücklosen Routinier „Uli“ Bartsch im Tor ab und avancierte prompt zum Matchwinner. Zunächst hatte er durch prächtige Paraden großen Anteil daran, dass seine Mannschaft mit 20:14 in Führung gehen konnte, und in der hektischen Schlussphase war er einer der wenigen Sottrumer Spieler, der kühlen Kopf bewahrte. Mit zwei gehaltenen Siebenmetern und insgesamt 15 Paraden allein im zweiten Spielabschnitt war der 19-Jährige Hauptgarant für den knappen Erfolg. „Max hat uns heute den Sieg gerettet. Das war wirklich erste Sahne, was er gezeigt hat“, lobte ihn sein neuer Trainer Norbert Kühnlein.

Schlusnus hofft nun, auch in den nächsten Spielen fest zum Kader der Landesligamannschaft zu gehören, denn mit Uli Bartsch, Axel Becker und Julian Hopp ist die Konkurrenz groß. Das augenblickliche Duo Uli Bartsch und Max Schlusnus verkörpert Routine und jugendliche Unbekümmertheit, eine Mischung, die im Kampf um den Klassenerhalt zum entscheidenden Trumpf werden könnte.

Schlusnus überzeugt durch seine Reaktionsfähigkeit. Nicht zufällig pariert er so viele Siebenmeter. Verbessern muss er dagegen noch sein Spielverständnis: „Ich muss lernen, ein Spiel zu lesen und es schnell zu machen. Da habe ich viel Nachholbedarf“, ist der junge Mann selbstkritisch.

Schon in der vergangenen Saison spielte der damals noch A-Jugendliche mit Doppelspielrecht mehrmals in der Landesliga. In seiner knapp bemessenen Freizeit schraubt der bei einem Sottrumer Autohaus beschäftigte Schlusnus gern an seinem Auto rum oder geht mit Freunden aus.

„Mein größter Wunsch ist, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Ich will auf jeden Fall versuchen, meinen Teil dazu beizutragen“, verspricht der Keeper, und wird seinem Heimatverein auch dann die Treue halten, wenn der Klassenerhalt nicht geschafft werden sollte. Doch daran verschwendet er keinen Gedanken: „Durch den Trainerwechsel ist noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft gegangen. Wir werden es schaffen“, ist Max Schlusnus überzeugt.

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