Hurricanes-Basketballerin im Interview

Michelle Schischkov lässt sich nicht unterkriegen: „Ich bleibe optimistisch“

Vorwärtsdrang gestoppt: Michelle Schischkov (am Ball) fällt aufgrund einer Sprunggelenksverletzung mindestens für zwei Wochen aus.
+
Vorwärtsdrang gestoppt: Michelle Schischkov (am Ball) fällt aufgrund einer Sprunggelenksverletzung mindestens für zwei Wochen aus.

Rotenburg – Wie so oft stand Michelle Schischkov auch im Heimspiel ihrer Avides Hurricanes gegen die Rheinland Lions im Kader. Sie bereitete sich mit ihren Mitspielerinnen auf die anstehende Partie gegen den Tabellenführer der 2. Basketball-Bundesliga vor, als es plötzlich beim Warm-up passierte. Die 18-Jährige knickte um und verpasst deshalb auch das Spiel bei den ChemCats Chemnitz (Samstag, 16 Uhr). Es war nicht der erste Rückschlag in dieser Saison, wie sie im Interview verrät.

Was war vor dem Spiel gegen die Rheinland Lions passiert?

Ich bin zum Korbleger hochgegangen, anschließend auf den Fuß einer Mitspielerin gelandet und dadurch umgeknickt. Mein rechtes Sprunggelenk ist sofort stark angeschwollen und ich konnte nicht mehr richtig auftreten, weswegen ich das Spiel pausieren musste.

Sehr schmerzhaft. Was hat der Arztbesuch ergeben?

Mein Fuß wurde geröntgt. Ein Bruch jeglicher Art ist glücklicherweise auszuschließen.

Aber ausfallen werden Sie dennoch. Für wie lange?

Ich falle für mindestens zwei bis drei Wochen aus. Danach sollte ich angesichts der Entwicklungen meines Fußes entscheiden können, wann ich wieder spielen kann. Einen genauen Zeitpunkt kann ich momentan also nicht festlegen, wünsche mir aber natürlich, dass ich möglichst schnell wieder zurück bin.

Die Verletzung ist nicht Ihr erster Ausfall. Stimmt es, dass Sie bereits zweimal wegen einer Corona-Quarantäne aussetzen mussten?

Ja, das stimmt. Ich konnte dann jeweils zwei Wochen lang nicht in der Halle trainieren, habe jedoch kein Spiel verpasst.

Waren Sie selbst erkrankt?

Nein, ich war weder bei der ersten noch bei der zweiten Quarantäne selbst betroffen, sondern jeweils eine Person aus meiner Schulklasse.

Zahlreiche negative Ereignisse für so eine kurze Zeit. Was sagen Sie zu Ihrem bisherigen persönlichen Saisonverlauf?

Sicherlich sind ungünstige Dinge passiert. Aber das sind Situationen, denen man momentan nicht aus dem Weg gehen kann. Auch Verletzungen gehören dazu. Ich versuche dann immer, die Ereignisse als gewinnbringende Erfahrungen zu sehen und so schnell wie möglich aus ihnen zu lernen. Ansonsten gibt es nichts, das für einen negativen Verlauf spricht.

Dennoch: Wie gehen Sie mit so einer „Seuchensaison“ um?

Ich würde sie nicht unbedingt als eine „Seuchensaison“ bezeichnen, aber sie ist sicherlich ganz besonders. Jeden Moment kann die Nachricht kommen, dass die Saison pausiert oder sogar abgebrochen wird. Da muss man definitiv flexibel sein. Ich versuche, mich meistens von Training zu Training oder von Woche zu Woche zu arbeiten, schließlich weiß man momentan nie, ob es das letzte Mal ist.

Ist es nicht schwer, sich nach einem erneuten Rückschlag immer neu zu fokussieren?

Wenn man bedenkt, dass man neben dem Basketball noch Schule und weitere Verpflichtungen hat, kann es schwierig sein, den Fokus konstant aufrechtzuerhalten. Momentan sind es sowieso für niemanden leichte Zeiten. Da kann es vorkommen, dass man mal fokussierter, mal etwas unfokussierter ist. Grundsätzlich nimmt der Basketballsport für mich aber einen hohen Stellenwert ein.

Hoffen Sie noch auf einen Einsatz in dieser Saison?

Natürlich hoffe ich noch auf einen Einsatz in dieser Saison! Ich bleibe optimistisch.

Wenn wir schon einmal nach vorne schauen: Was sind Ihre sportlichen Ziele für die nächste Saison?

Über seine konkreten Ziele redet man nicht (schmunzelt). Aber natürlich wünsche ich mir für die nächste Saison, dass ich mich ein großes Stück weiterentwickele, so dem Team stets helfen kann und dass ich möglichst viele gewinnbringende Erfahrungen auf und neben dem Feld sammele.

Auch Melda Tölle fällt gegen Chemnitz aus

Neben Michelle Schischkov (Sprunggelenksverletzung) muss Christian Greve, Coach des Basketball-Zweitligisten Avides Hurricanes, im Auswärtsspiel bei den ChemCats Chemnitz (Samstag, 16 Uhr) auch auf Melda Tölle verzichten. Sie laboriert weiter an einer Schulterverletzung und erhält eine Pause. Bei zwei anderen Spielerinnen hofft Greve auf einen Einsatz: „Bei Anna Suckstorff und Hannah Pakulat müssen wir schauen, ob sie bis Samstag fit werden. Ins Training sind die beiden auf jeden Fall wieder eingestiegen.“

Eine Einschätzung der Chemnitzerinnen fällt Greve schwer: „Sie haben zwar die ersten zwei Partien gut gespielt. Nun liegen die aber auch schon wieder vier Monate zurück.“ Erst seit wenigen Tagen sind in Chemnitz die Hallen für den Spielbetrieb wieder offen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Gies hält RSV-Sieg fest

Gies hält RSV-Sieg fest

Gies hält RSV-Sieg fest
Althausen im Zentrum der Dreierkette

Althausen im Zentrum der Dreierkette

Althausen im Zentrum der Dreierkette
„Kalte Dusche“ für den TV Sottrum

„Kalte Dusche“ für den TV Sottrum

„Kalte Dusche“ für den TV Sottrum
Burina führt Rotenburger zum Sieg

Burina führt Rotenburger zum Sieg

Burina führt Rotenburger zum Sieg

Kommentare