Marcel Costly spricht über Waldhof Mannheim, den DFB-Pokal und den RSV

„Ich bin definitiv überzeugt von mir“

Marcel Costly (vorne links mit Dominik Martinovic) jubelt neuerdings in gelben Trikots, denen des SV Waldhof Mannheim. So wie hier im badischen Landespokal-Finale, durch den sich der neue Verein des Visselhöveders in den DFB-Pokal gespielt hat.
+
Marcel Costly (vorne links mit Dominik Martinovic) jubelt neuerdings in gelben Trikots, denen des SV Waldhof Mannheim. So wie hier im badischen Landespokal-Finale, durch den sich der neue Verein des Visselhöveders in den DFB-Pokal gespielt hat.

Rotenburg – Vor rund einem Monat hat sich Marcel Costly entschieden – der Fußball-Profi aus Visselhövede bleibt in der 3. Liga. Vom 1. FC Magdeburg zog es ihn zum SV Waldhof Mannheim. Inzwischen ist der Umzugsstress vorbei, es kehrt ein wenig Ruhe ein. Und der 24-Jährige hat sich die Zeit genommen, um mit uns über seinen Wechsel, den Pflichtspielstart im DFB-Pokal gegen den SC Freiburg und auch den Rotenburger SV zu sprechen.

Mehrere Vereine sollen an Ihnen dran gewesen sein. Warum Waldhof Mannheim?

Die Wertschätzung und das Interesse über die ganze Zeit hinweg waren einfach so groß. Waldhof hat sich sehr um mich bemüht, erst der Sportliche Leiter Jochen Kientz, dann er zusammen mit Trainer Patrick Glöckner. Ich war sogar zweimal dort und habe gespürt, dass sie mich unbedingt haben wollten. Der Verein hat einen klaren Plan, welchen Weg er gehen will und wie sie mich entwickeln wollen. Das hat gut zusammengepasst, deshalb habe ich mich dafür entschieden. Und auch aus dem Grund, weil Waldhof Mannheim ein cooler Verein ist und ich ein Spieler bin, der den nächsten Schritt gehen will. Ich habe das Gefühl, dass es dort der nächste Step ist.

War eine Rückkehr in die 2. Liga, wo sie mit Magdeburg schon gespielt haben, kein Thema?

Es gab auch Gespräche in der 2. Liga, allerdings hing das coronabedingt immer am seidenen Faden. Zu lange warten wollte ich auch nicht. Ich wollte etwas Klares haben, wo ich wusste, dass mich jemand haben will. Deshalb habe ich mich für Mannheim entschieden. Gerade in der Coronazeit ist es nicht das Beste, es lange herauszuzögern. Ich habe jetzt etwas richtig Gutes. Den Weg gehe ich mit voller Überzeugung. Ich bin erst 24 Jahre alt, bin im besten Fußballalter und habe auf jeden Fall noch vieles vor mir.

Mit welcher Zielsetzung gehen Sie die Sache an?

Mein persönliches Ziel ist, mich auf jeden Fall weiterzuentwickeln unter dem Trainer, weil ich das Gefühl habe, dass er das gut kann. Dazu möchte ich so viel wie möglich machen – egal, ob es rechts hinten ist oder rechts vorne. Und dann möchte ich den maximalen Erfolg mit der Mannschaft.

Was heißt das?

Natürlich kann man jetzt eine Prognose abgeben, allerdings bin ich einer, der das nicht macht, weil ich einfach weiß, dass die 3. Liga verrückt ist und man nie weiß, was auf einen zukommt. Daher mache ich besser keine Prognosen, sondern freue mich jetzt einfach auf die neue Saison, bin zielstrebig, versuche immer, mein Bestes zu geben und bin definitiv überzeugt von mir.

Wie verlief die erste Zeit in Mannheim?

Mein Einstand war, denke ich, nicht so schlecht. Wir hatten coronabedingt die badischen Pokalspiele direkt in der Vorbereitung. In dem Pokalspiel, in dem ich das erste Mal mitgespielt habe, habe ich direkt ein Tor vorgelegt und 90 Minuten gespielt (3:0 im Halbfinale gegen den Landesligisten ASC Neuenheim, Anm. d. Red.). Im Finale beim Tag der Amateure habe ich sogar ein Tor geschossen (4:1-Sieg gegen den Oberligisten FC Nöttingen, Anm. d. Red.). Aber auch sonst lief die Vorbereitung ganz gut für mich.

Haben Sie sich inzwischen eingelebt?

Eine Wohnung habe ich schon gefunden und mich auch ganz gut eingelebt in der kurzen Zeit. Die Jungs machen es mir auch einfach. Meine Familie war auch vor kurzem hier, wir haben ein bisschen Sightseeing gemacht – Heidelberg, Schwetzingen, die Mannheimer Innenstatdt. Da gibt es bestimmt noch einiges zu entdecken.

Im DFB-Pokal geht es für Mannheim am Sonntag im ersten Pflichtspiel gegen den SC Freiburg ...

Ja, da freue ich mich extrem drauf, weil es immer eine Chance ist, einen Bundesligisten auszustechen. Der Pokal hat eben seine eigenen Gesetze.

Noch mal ein Blick in die Heimat. Nach Ihrem Abschied aus Magdeburg und vor Ihrem Wechsel nach Mannheim haben Sie sich auch bei Ihrem alten Verein, dem Rotenburger SV, kurzzeitig fitgehalten ...

Beim Rotenburger SV wollte ich mich noch bedanken. Gerade bei Tim Ebersbach – das war sehr entspannt mit ihm. Er und die Mannschaft haben mich super aufgenommen. Das Training hat absolut Spaß gemacht, es war cool, aber leider nur ein Mal. Es hätte von mir aus auch öfter sein können (lacht). Es ist ja eine sehr junge Truppe, aber einige kenne ich auch noch, zum Beispiel Björn Mickelat, der sich überhaupt nicht verändert hat und genauso geblieben ist, wie er damals war. Echt ein super Typ.

Und wie ist Ihr Eindruck vom Team?

Da sind viele Spieler, die auf jeden Fall entwicklungsfähig sind und mit denen man etwas machen kann. Mit „Ebbe“ haben sie da einen guten Trainer. Ich wünsche dem RSV den maximalen Erfolg und werde mich bestimmt noch mal blicken lassen.

Von Matthias Freese

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Leverkusen startet mit Rekordsieg gegen Nizza

Leverkusen startet mit Rekordsieg gegen Nizza

Welche Kanareninsel ist die richtige für mich?

Welche Kanareninsel ist die richtige für mich?

Urlaub zwischen Pyramiden und Palmen auf Yucatán

Urlaub zwischen Pyramiden und Palmen auf Yucatán

Nach Gnabry-Schreck: Perfekter Bayern-Start gegen Atlético

Nach Gnabry-Schreck: Perfekter Bayern-Start gegen Atlético

Meistgelesene Artikel

Positiver Test: Corona-Fall beim Rotenburger SV II

Positiver Test: Corona-Fall beim Rotenburger SV II

Positiver Test: Corona-Fall beim Rotenburger SV II
Muche: „Es ist alles widersprüchlich“

Muche: „Es ist alles widersprüchlich“

Muche: „Es ist alles widersprüchlich“
Der „alte Mann“ und das Mehr: Björn Mickelat mischt mit fast 40 Jahren die Oberliga auf

Der „alte Mann“ und das Mehr: Björn Mickelat mischt mit fast 40 Jahren die Oberliga auf

Der „alte Mann“ und das Mehr: Björn Mickelat mischt mit fast 40 Jahren die Oberliga auf
„Doppel D“ – Wissen mit Witz

„Doppel D“ – Wissen mit Witz

„Doppel D“ – Wissen mit Witz

Kommentare