Frederic Nitsch über sein Comeback

„Ich besitze nicht mal mehr Basketballschuhe“

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Fit werden für die Hurricanes: Frederic Nitsch musste sich für sein Comeback sogar die Basketballschuhe leihen. - Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Das ist doch ... Ja, genau: Frederic Nitsch! Der bei der BG ’89 Hurricanes ausgebildete Center stand am vergangenen Wochenende für viele völlig überraschend auf dem Feld und feierte sein Comeback beim Tabellenzweiten der Basketball-Oberliga.

Im Interview erzählt er uns, warum es dazu kam und weshalb er sich erst mal Schuhe leihen musste.

Manch einer war überrascht, dass Sie für die Hurricanes aufgelaufen sind. Sie auch?

Frederic Nitsch: Ja, es war auch für mich eine Überraschung. Aber die beiden Sievers-Brüder und Robert Wohlberg haben mich einfach ständig belabert, doch wieder anzufangen (lacht). Auch privat haben wir viel Kontakt. Die Überredungskünste waren einfach zu gut. Ich besitze nicht mal mehr Basketballschuhe, von daher war eigentlich gar nicht geplant, noch mal einzusteigen. Ich habe mit meinen Laufschuhen trainiert – und Hauke Sievers hat mir großzügigerweise seine alten für das Spiel geliehen.

Stimmt es tatsächlich, dass Sie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr gespielt haben?

Nitsch: Ja, seit knapp 2,5 Jahren habe ich keinen Ball mehr in der Hand gehabt. Seitdem habe ich mich nur andersweitig fit gehalten. Am Freitag hatte ich das erste mal wieder trainiert, nachdem ich knapp zwei Monate wegen Krankheit und Urlaub keinen Sport machen konnte. Somit gibt’s noch ordentlich Luft nach oben. Fakt ist, dass ich lange kein Basketball mehr gespielt habe und auch noch mein Spielgefühl finden muss. Aber mit meiner Erfahrung kann ich in Zusammenarbeit mit den anderen „Alten“ den Jungen sicher einiges beibringen.

Sie haben im Osten einige Jahre höherklassig gespielt. Wie kam es zur Rückkehr?

Nitsch: Ich habe zuletzt in Aschersleben und Magdeburg in der 1. Regionalliga gespielt. Nach meinem Studium bin ich dann nach Bremen gezogen und arbeite als Ingenieur für Wasserwirtschaft in Oyten. Nebenbei mache ich noch ein Fernstudium in Braunschweig.

Sind Sie jetzt regelmäßig wieder dabei?

Nitsch: Ich werde die letzten Spiele mitspielen. Ich glaube, nur an einem Termin bin ich verhindert.

Müssen nach dem Sprung auf Platz zwei auch vielleicht die Ziele neu definiert werden? Wollen Sie doch noch um den Aufstieg mitspielen?

Nitsch: Von neuen Zielen will ich gar nix wissen. Wir sind da, um Spaß zu haben. Am Ende gucken wir, wo wir landen.

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