Hurricanes-Ziel: Jeltema und Raincock-Ekunwe kontrollieren

Kollektiv contra Einzel-Könner?

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Match up 2: Melissa Jeltema (l.) gegen Janae Young.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Entscheidet das Kollektiv oder die individuelle Stärke am Sonntag das erste Play-off-Viertelfinalspiel zwischen den TH Wohnbau Angels der BG Donau-Ries und den Avides Hurricanes?

Vor dem Duell des Vierten gegen den Fünften der Basketball-Bundesliga (Tipp off: 16 Uhr) ist die große Frage, ob der Aufsteiger aus Rotenburg und Scheeßel vor allem Nayo Raincock-Ekunwe und Melissa Jeltema, die besten Scorerinnen im deutschen Oberhaus, kontrollieren kann. Viel hängt dabei von Kierra Mallard und Janae Young ab. „Das sind die Match ups, auf die es hinausläuft“, sagt auch Hurricanes-Coach Christian Greve.

Match up 1: Nayo Raincock-Ekunwe (l.) gegen Kierra Mallard.

So gleich die Positionen auch sind, so sehr unterscheiden sich insbesondere die beiden Innenspielerinnen Raincock-Ekunwe und Mallard. Als klassische Center sieht Greve beide nicht, eher schon als Power Forward, die jedoch die Position unter dem Brett bekleiden. Die Kanadierin Raincock-Ekunwe hat „einen Volleyballer-Körper, kommt über ihre Athletik und Beweglichkeit, spielt sich selbst am Korb frei, um zu scoren, wirft aber eher weniger“, meint Greve. 280 Würfe nahm sie sich insgesamt, stand zudem noch 169 Mal an der Freiwurflinie und kam auf 437 Punkte. Übrigens hat sie bisher nicht einen einzigen Dreier in der ganzen Saison geworfen. Da ist die von der Statur kräftigere Kierra Mallard anders. „Zu ihrem Repertoire gehören die Dreier“, weiß Greve um eine wichtige Waffe seiner Amerikanerin, die insgesamt 14 Mal erfolgreich aus der Distanz traf (32-Prozent-Quote), insgesamt 314 Mal warf, zudem 75 Freiwürfe zugesprochen bekam und es auf 328 Punkte brachte. Bei den Rebounds liegt Raincock-Ekunwe (268:219) vorne, bei den Blocks Mallard (34:20). So oder so – beide dürften aktuell die vielleicht besten Centerinnen der Liga sein.

Ähnlicher sind sich von ihrer Spielanlage her die beiden amerikanischen Guards Melissa Jeltema (473 Punkte/54 Rebounds) und Janae Young (305 Punkte/15 Rebounds). „Beide ziehen zum Korb, spielen das Pick and roll sehr gut und sind mit einem guten Dreier-Wurf ausgestattet“, analysiert Greve. Während Jeltema eher ein typischer Shooting Guard ist, tendiert Young auch Richtung Small Forward, der auch versucht, innen zu scoren. „Vielleicht unterscheiden sie sich dadurch, dass Melissa auch bei harter Verteidigung gut trifft und Janae in der Defense mehr fightet“, glaubt Greve, der aber wohl die Verteidigung gegen Jeltema auch wechseln wird. Er weiß: „Raincock-Ekunwe und Jeltema kann man nicht komplett stoppen, man kann nur ihre Kreise einschränken. Und mit Sidney Parsons und Alysha Womack lauern auch noch zwei gute Dreierschützen.“

Gestalten die Hurricanes aber die beiden Hauptduelle möglichst ausgeglichen, könnte das der große Vorteil für sie sein, zumal sie ja auch noch eine Pia Mankertz haben. „Wenn Melissa nicht im Scoring ist, wird’s für Nördlingen schwer, jemanden zu finden, der sie eins zu eins ersetzt. Bei uns ist das Spiel auf mehrere Schultern verteilt“, setzt der Coach aufs Kollektiv.

Die Partie aus der Hermann-Keßler-Halle in Nördlingen wird im Internet live übertragen, bei www.sportdeutschland.tv/dbbl

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