Hurricanes ziehen die U18 zurück / Orth, Jelovac und Holsten beim TSV Neustadt

Kein Spielbetrieb

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Im Frühjahr spielte die U18 der Hurricanes noch um die Landesmeisterschaft, jetzt wurde das Team abgemeldet.

Scheeßel - Von Matthias Freese. So schnell geht das: Auf der Homepage der BG ’89 Rotenburg/Scheeßel posieren sie noch fürs Mannschaftsfoto – neun U18-Basketballer. Darunter stehen sogar die Namen von insgesamt 18 Spielern, die zum Kader gehören. Doch seit kurzem ist daneben der Zusatz „Kein Spielbetrieb“ zu finden. Das Jugendteam, direkter Unterbau der seit Jahren schwächelnden und personell dünn besetzten Oberliga-Herren, ist während der laufenden Saison aus der Landesliga abgemeldet worden. Ein neuer Tiefpunkt im männlichen Bereich der Hurricanes?

„Schweren Herzens“, habe er den Rückzug bekanntgegeben, erklärt Christoph Treblin, Vorstand Sport der BG ’89. Der Grund: akuter Personalmangel. Nicht unbedingt, weil die Spieler im Verein nicht mehr vorhanden sind, sondern vielmehr, weil es zu Überschneidungen und Mehrfachbelastungen kommt.

Der großgewachsene Pointguard Jonathan Orth macht demnächst sein Abitur, spielt bereits bei den Herren und außerdem in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga NBBL für den TSV Neustadt am Rübenberge – ebenso wie sein montenegrinischer Herren-Mitspieler Milos Jelovac. Und auch Lennart Holsten, ein weiteres Hurricanes-Eigengewächs hat sich den Neustädtern angeschlossen. Der 19-Jährige hat seinem Heimatverein den Rücken gekehrt und punktet dort in der 2. Regionalliga der Herren. Tom Reinhard wiederum geht in der Jugend-Basketball-Bundesliga JBBL für die EWE Baskets Oldenburg auf Korbjagd, Mattis Janßen und Tim Ehlert stiegen aus gesundheitlichen und schulischen Gründen aus. „Wir haben diese Probleme zum Saisonstart nicht gesehen – und als wir es gemerkt haben, konnten wir nicht mehr in die Bezirksliga ummelden“, sagt Treblin.

So soll Trainer Dennis Knudsen den verbliebenen Rest des U18-Teams, das im April noch im Halbfinale der Landesmeisterschaft stand, nun über Trainingseinheiten, Freundschaftsspiele und die Teilnahme am Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ bei Laune halten.

Christoph Treblin legt Wert darauf, dass die Schuld keinesfalls bei den Trainern zu suchen ist. Thomas König, hauptamtlicher Coach für den männlichen Bereich, aber auch dem für die U10 verantwortlichen Heiner Schaper attestiert er gute Arbeit. „Wenn man sich die U10, U12 oder U14 anguckt, dann sind da einige Riesentalente dabei. Es fehlt jedoch die Breite an Spitzenleuten.“ Hier habe sich in den vergangenen Jahren einiges verschoben. „Auch die Konkurrenz durch andere Sportarten ist viel größer geworden.“

So stellen die Hurricanes nach dem Rückzug der U18 mit der U14 nur noch eine einzige Jungenmannschaft in der Landesliga, der höchsten niedersächsischen Spielklasse. Dort belegt das Team aktuell allerdings nur den letzten Platz. Die U16 liegt in der Bezirksliga immerhin an zweiter Stelle. Doch ganz realistisch betrachtet, sieht es mit genügend Nachschub für die Herren derzeit nicht besonders gut aus. Das spürt das Oberliga-Team von Thomas König auch in dieser Saison bereits. Zum Spitzenspiel beim SC Weende reiste es nur zu sechst nach Göttingen.

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