Hurricanes wittern gegen Wasserburg kleine Chance / Anreise per Flugzeug

Der Plan? „Streng geheim!“

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Hurricanes-Coach Christian Greve hat einen Matchplan, um Wasserburg in Gefahr zu bringen – ob er aufgeht, wird sich am Sonntag zeigen.

Scheeßel - Kleine Quizfrage: Welcher historische Sieg gelang den Erstliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes am 30. Oktober 2011? „Keine Ahnung“, meint Coach Christian Greve. Er muss es auch nicht wissen – und überhaupt war vom jetzigen Kader ja auch nur Kapitänin Pia Mankertz mit dabei, als der Abonnement-Meister TSV Wasserburg zum bislang einzigen Mal in eigener Halle den Hurricanes unterlag – mit 69:79. Kaum vorstellbar, dass es zur Wiederholung am Sonntag (16 Uhr) im Badria Sport- und Freizeitzentrum kommt, oder Herr Greve? „Doch, möglich ist alles“, sagt er forsch.

Professioneller und angenehmer könnte die Anreise für die Hurricanes jedenfalls nicht sein. Erstmals in der Vereinsgeschichte nehmen sie das Flugzeug. Um 10.20 Uhr startet Flug AB6301 am Sonntag Richtung München. Von dort aus geht es per Mietwagen in Deutschlands Hochburg des Frauen-Basketballs am Inn. „Nachher haben wir aber ein bisschen Zeitdruck, müssen schnell duschen – oder vielleicht auch gar nicht, um den Rückflug zu kriegen“, berichtet Greve, der exakt die zehn Spielerinnen mit Flugtickets ausgestattet hat, die auch zum überzeugenden 81:59-Sieg gegen den BC Marburg beigetragen haben.

So dominant wie Wasserburg in dieser Saison war in den letzten Jahren kein Team in der Bundesliga aufgetreten – 13 Spiele, 13 Siege und kein Ende der Serie in Sicht. Für Greve ist es durchaus vorstellbar, dass der amtierende Meister bis Saisonende ungeschlagen bleibt: „Die sind sehr fokussiert und zeigen nur ganz wenige Schwächen.“ Doch eben die möchten die Hurricanes nutzen. „Wir haben schon eine Idee, was wir machen wollen, um Wasserburgs Gefahr zu minimieren“, sagt Greve. Mehr nicht, denn sein Matchplan „ist streng geheim“. Am Selbstvertrauen braucht der Coach nach vier Siegen in Serie jedenfalls nicht zu arbeiten. „Die Motivation ist hoch“, weiß er. „Und auch wenn keiner damit rechnet, dass wir erfolgreich sind, fahren wir dort nicht nur hin, um einen lustigen Trip am Sonntag zu haben.“

Aufsteiger TuS Bad Aibling hielt am letzten Spieltag beim 63:85 immerhin zwei Viertel mit, gewann den Durchgang nach der Pause sogar mit 18:15. Und da eben die Wasserburger Gegner kurz darauf gegen die Hurricanes ranmüssen, kennt Greve auch die Innstädterinnen vom Videostudium inzwischen fast schon in- und auswendig.

maf

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