Hurricanes in Wasserburg chancenlos – 58:79 / Gebrauchter Tag für Young

Wer hat Angst vor Cannon?

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Kierra Mallard war mit 19 Punkten die effektivste Akteurin.

Scheeßel - Das Ergebnis klingt akzeptabel – und doch gab’s wenig Anlass für Komplimente. Trotz der gut aufgelegten Centerin Kierra Mallard waren die Erstliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes gestern insbesondere bei den Rebounds hoffnungslos unterlegen. Der Aufsteiger kassierte nach zuletzt vier Siegen eine 58:79 (23:39)-Niederlage beim ungeschlagenen Spitzenreiter und amtierenden Deutschen Meister TSV Wasserburg.

„Wasserburg hat auch keine Glanzleistung zugelassen. Die haben uns schon sehr ernst genommen und mit einer krass-hohen Intensität gespielt“, stellte Coach Christian Greve nach dem Abpfiff fest. Bis zur vierten Minute schnupperte sein Team noch an einer Überraschung. Da lagen die Hurricanes mit 7:5 vorne. Doch dann kam Emma Cannon. Wasserburgs Coach Bastian Wernthaler schickte seine angeschlagene Centerin aufs Feld – und die schien in den Reihen der Hurricanes mächtig Angst zu verbreiten. Schon bis zur Pause hatte die Amerikanerin laut Statistikbogen allein zehn Rebounds auf ihrem Konto – mehr als die Gäste zu diesem Zeitpunkt zusammen! „Da glaube ich nicht so recht an die Stats, auch wenn wir natürlich eine Rebound-Unterlegenheit hatten. Wasserburg hat aber auch eine ganz andere Reichweite“, meinte Greve. Am Ende lautete die Gesamtbilanz 52:28 für die Innstädterinnen, womit die Hauptursache der Niederlage klar war. Da hilft dann auch der beste Matchplan nichts!

Einen besonders gebrauchten Tag hatte bei den Hurricanes die Amerikanerin Janae Young erwischt. Zur Halbzeit null Punkte – für sie absolut unüblich. Am Ende waren es nur drei. „Das ist nicht schlimm, sie wurde auch gut verteidigt. Allerdings können wir das sonst besser kompensieren“, stellte Greve fest. So war es neben Mallard (19 Punkte, acht Rebounds) nur noch Pia Mankertz (13 Punkte), die ein solides Spiel ablieferte. „Wir sind auch nicht wie gewohnt zum Abschluss gekommen, was auch etwas mit der Qualität von Wasserburg zu tun hat“, betonte der Coach. Neben Cannon (12 Punkte, 15 Rebounds) gefielen bei den Gastgeberinnen vor allem Tiina Sten (17 Punkte), Nicole Romeo (14 Punkte) und die aus Scheeßel stammende Svenja Brunckhorst, die als Aufbauspielerin gleich auf zehn Rebounds kam.

Die Hurricanes gestalteten lediglich das letzte Viertel ausgeglichen (23:23). Vor allem zwei 12:0-Läufe der Wasserburgerinnen setzten ihnen zu. Erst zogen die Gastgeberinnen von 26:21 auf 38:21 weg, dann begannen sie ihren zweiten Run kurz vor der Halbzeit und setzten ihn nach dem Wiederanpfiff bis zum 50:23 fort. Im letzten Durchgang verkürzten die Greve-Schützlinge den Rückstand zwischenzeitlich bis auf 16 Punkte. Am Ende reichten die Kräfte aber nicht mehr aus, um Wasserburg noch einmal ernsthaft in Gefahr zu bringen. „Die sind gerannt und wir mussten mitrennen“, bemerkte auch der Hurricanes-Coach bei seinem sonst für das Tempospiel bekannte Team die Erschöpfung.

maf

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