Hurricanes verzichten auf WNBL / Hamburger Verband hat „starke Bedenken“

Kooperation geplatzt – kein Farmteam in der Bundesliga

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Christoph Treblin betont, dass die Kooperation zunächst nur aufgeschoben, nicht aber aufgehoben ist.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Die Verträge lagen bereits unterschriftsreif vor – doch die Autogramme wurden nicht darunter gesetzt. In ihrem Bemühen, ein weibliches U17-Basketballteam in der Nachwuchsbundesliga WNBL an den Start zu bringen, mussten die BG ’89 Hurricanes einen Rückschlag hinnehmen: Die Kooperation mit der BG Harburg-Hittfeld ist geplatzt. „Nächste Saison wird es kein WNBL-Team der Hurricanes geben“, erklärt Vorstandsmitglied Christoph Treblin.

Torpediert wurde die Kooperation beider Teams ganz offensichtlich vom Hamburger Basketball-Verband (HBV), dem die niedersächsischen Hittfelder angehören. Auf dem HBV-Jugendtag hatte Brigitte Schwemmler als Vizepräsidentin Jugend ihren Unmut kundgetan, dass nicht alle Hamburger Vereine das WNBL-Team von Rist Wedel und Ahrensburger TSV unterstützt hätten, sondern andere Kooperationen außerhalb des Hamburger Verbandes eingehen würden.

„Nachdem die ersten Informationen über die geplante Zusammenarbeit im weiblichen Jugendbereich an die Öffentlichkeit gedrungen waren, wurden vom Hamburger Verband starke Bedenken geäußert“, bestätigt auch Treblin. „Nach Abwägung aller Einwände haben sich dann die Vorstände der beiden Basketball-Spielgemeinschaften darauf geeinigt, für die kommende Saison kein WNBL-Team zu melden.“

Vorstandskollege Utz Bührmann spricht von einem „komischen Stil“ des HBV, der offensichtlich die von ihm in Auswahlmaßnahmen geförderten Hittfelder Talente davonziehen sieht. Treblin ergänzt aber auch: „Für beide Seiten steht fest, dass mit dieser Entscheidung die Planungen zur Kooperation zunächst einmal nur aufgeschoben, aber nicht aufgehoben wurden.“ Mit längerer Vorlaufzeit bleibt ein gemeinsames WNBL-Team zur Saison 2016/2017 das Ziel. „Ich habe als verantwortliches Vorstandsmitglied der Hurricanes den Hittfelder Verantwortlichen gegenüber zum Ausdruck gebracht, dass wir weiterhin sehr an einer Zusammenarbeit interessiert sind“, so Treblin, der deshalb auch angeregt hat, dass die Spielerinnen der zukünftigen WNBL-Jahrgänge, das heißt Mädchen der Jahrgänge 2000 und jünger sowie insbesondere auch des Jahrgangs 2001, frühzeitig unter der Leitung des neuen hauptamtlichen Hurricanes-Coaches Tomas Holesovsky zusammen trainieren. „So könnten die talentierten zukünftigen WNBL-Spielerinnen im Rahmen des Hurricanes-Farmteam-Ausbildungskonzepts gefördert werden und sich schon jetzt gut kennenlernen“, erläutert Treblin.

Darüber hinaus habe er vorgeschlagen, dass bereits ab der kommenden Saison Hittfelder Spielerinnen das von Holesovsky trainierte U15-Team der Hurricanes in der Landesliga Niedersachsen/Bremen per Sonderteilnahmeberechtigung unterstützen sollten, wenn dies die Statuten des DBB zulassen. „Ich halte das für eine sehr gute Gelegenheit, um sich individuell und als Teamspielerin deutlich zu verbessern sowie den zukünftigen WNBL-Headcoach und seine Spielphilosophie näher kennenzulernen“, meint Treblin.

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