Hurricanes erstmals in den Play-offs

Mankertz stutzt Engeln die Flügel

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Böse Blicke, gute Laune: Kierra Mallard geht gleich durch vier Nördlingerinnen durch.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Es war nur ein winziges Detail – und doch sagte das Tapeband, das Constanze Wegner da an ihrer linken Hand trug, alles aus: „AWESOME“, hatte die Flügelspielerin der Avides Hurricanes an der Innenfläche mit Edding draufgeschrieben.

Awesome – was soviel bedeutet wie großartig, überwältigend, beeindruckend, fantastisch. Und das war es in der Tat, denn in einem hochklassigen wie intensiven Erstliga-Spiel triumphierte der Basketball-Aufsteiger in Scheeßel gegen die THW Angels der BG Donau-Ries mit 77:65 (44:41) und schaffte vorzeitig und erstmals in der Vereinsgeschichte den Sprung in die Play-offs.

Nach zuletzt durchwachsenen bis schwachen Leistungen präsentierten sich die Hurricanes gegen die Damen aus dem bayerischen Nördlingen wieder von ihrer besten Seite und gewannen sogar den direkten Vergleich. „Den nehmen wir natürlich gerne mit“, meinte Coach Christian Greve. Damit wahrte sein Tabellenfünfter am fünftletzten Spieltag schließlich die Chance, noch an Donau-Ries, derzeit mit zwei Punkten mehr auf dem Konto auf Rang vier liegend, vorbeizuziehen.

„Das war eines der härtesten Spiele, weil der Gegner nie aufgegeben hat. Die waren schon gut, aber wir waren besser. Und wir hatten einen Matchplan, den wir umgesetzt haben“, resümierte Kapitänin Pia Mankertz, die als nie aufsteckende Antreiberin ihres Teams die überragende Hauptakteurin der Hurricanes war und den „Angels“ die Flügel gehörig stutzte. „Das darf die Leistung der anderen nicht schmälern, aber Pia war schon stark“, meinte auch ihr Coach. 26 Punkte, davon sechs per Dreier und zudem Season-High, fünf Rebounds und fünf Assists standen am Ende für die Aufbauspielerin in der Statistik. Beeindruckend waren auch die 23 Zähler (allein 15 im ersten Viertel!) und 14 Rebounds, die Centerin Kierra Mallard auf sich vereinte.

Getoppt wurden diese Werte noch von „Air Canada“ auf Seiten der Gäste – Centerin Nayo Raincock-Ekunwe brillierte mit 25 Punkten und 21 Rebounds. Doch da die Hurricanes ihre kongeniale Partnerin Melissa Jeltema auf für sie bescheidene 18 Zähler hielten und der Rest des Teams abfiel, waren die Nördlingerinnen zu ausrechenbar. Guard Sidney Parsons gelang bei zehn Versuchen nicht ein Korb! Die Hurricanes standen derweil im zweiten Viertel zeitweise mit vier Deutschen auf dem Feld und führten zur Pause trotzdem mit 44:41.

Avides Hurricanes ziehen erstmalig in die Play-offs ein

Die „Angels“ erwischten zwar den besseren Start in die zweite Hälfte und lagen bis zur 33. Minute auch in Führung, dann jedoch folgte der Dreier-Doppelschlag durch Katarina Flasarova und Pia Mankertz zum 65:60 (34.). Und als Mallard von einer starken Verteidigung durch Wegner profitierte und das 72:64 erzielte (38.), schien der Widerstand des Teams von Trainer Patrick Bär endgültig gebrochen. „Wir haben so gut in der Offense zusammengespielt, weil wir uns so in die Defense reingehauen haben“, stellte Pia Mankertz fest. Und mit einem Blick auf den Statistikbogen merkte sie noch an: „17 Assists – das ist auch eine Leistung als Team. Das spricht für sich.“

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