Für die Hurricanes spricht gegen dezimierte Wasserburger vor allem die Bilanz

Angeschlagene Unschlagbare

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Maggie Skuballa lässt sich von Physiotherapeutin Anna-Lena Meinke vor dem Spiel in Braunschweig an der Hand tapen – der Einsatz gegen Wasserburg ist nicht gefährdet.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Die Szene sprach für sich: Als Tomas Holesovsky in der siebten Minute Maggie Skuballa auswechselte, riss sich die Flügelspielerin der Avides Hurricanes genervt das Tape von der rechten Hand, an der sie sich beim Einwerfen den Finger lädiert hatte.

Auch wenn die Basketball-Nationalspielerin anschließend mit 16 Punkten noch zur besten Scorerin beim 69:57-Pokalsieg bei Zweitligist Eintracht Braunschweig avancierte, muss sie sich ebenso wie ihre Mitspielerinnen steigern. „Es muss wirklich alles zusammenpassen“, sagt Holesovsky vor dem Erstliga-Hit gegen den amtierenden Meister und ungeschlagenen Tabellenführer TSV Wasserburg (Samstag, 18.30 Uhr in Scheeßel).

„Ich hatte letzte Woche gesagt, dass wir gegen den Herner TC 120 Prozent geben müssen, um zu gewinnen. Dann müssen wir gegen Wasserburg 200 Prozent geben – das ist Mathe“, rechnet Holesovsky vor.

Nun spricht der Pokal-Auftritt nicht unbedingt für eine faustdicke Überraschung gegen Wasserburg. „Aber das ist mit einem Erstliga-Spiel auch nicht zu vergleichen“, findet Kapitänin Pia Mankertz. Und es gibt ja auch andere gute Argumente. Da ist vor allem die Bilanz! Kein Erstligist ist so erfolgreich gegen den EuroCup-Teilnehmer. In sechs Vergleichen gab es drei Siege und drei Niederlagen. In eigener Halle steht es gar 2:1 für die Hurricanes.

Was die Mini-Chance ebenfalls leicht vergrößern kann, ist die personelle Situation bei den angeschlagenen Unschlagbaren vom Inn. Nur mit acht Spielerinnen wollte sich Coach Georg Eichler auf die Reise machen: Ellie Pavel verletzt, Steffi Wagner, Marlou de Kleijn und Carla Bellscheidt krank, Tiina Sten noch geschwächt, die aus Scheeßel stammende Svenja Brunckhorst sowie Katerina Hindrakova erst auf dem Wege der Besserung. Deshalb reichte Wasserburg sogar den Antrag auf Spielverlegung ein. Die Liga-Leitung wollte aber nur zustimmen, wenn die Partie bis Jahresende nachgeholt werden könnte. Aufgrund der EuroCup-Verpflichtungen sah sich der Abonnement-Meister dazu nicht in der Lage und ist jetzt ob dieser Forderung von DBBL-Seiten verschnupft.

„Das Niveau ist trotzdem hoch, egal, ob sie mit zwölf oder acht Spielerinnen kommen“, meint Holesovsky, der auf Routinier Natalie Gohrke (beruflich in München) verzichten muss. „Wir müssen unsere Wurfquote verbessern und die Ballverluste minimieren“, fordert er und sieht die Siegchancen bei „ein oder eineinhalb Prozent“. Vielleicht sollte es der Coach da vor dem Spiel schon mal am Glücksrad probieren, das der Spieltagsponsor für die Zuschauer aufstellt …

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