2. Basketball-Bundesliga

Hurricanes spielen spontan gegen Düsseldorf

Hinter dem Einsatz von Melda Tölle (am Ball) steht noch ein Fragezeichen.
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Hinter dem Einsatz von Melda Tölle (am Ball) steht noch ein Fragezeichen.

Scheeßel – Auf ein Neues: Die Avides Hurricanes starten den nächsten Versuch, während des Corona-Lockdowns ein Match auszutragen. Da sich aber der eigentliche Gegner der Zweitliga-Basketballerinnen, der BC Marburg II, aktuell in Quarantäne befindet, musste spontan umgeplant werden: „Da wir rechtzeitig Bescheid wussten, konnten wir uns nach einer Mannschaft umsehen, die sich in einer ähnlichen Situation befindet“, sagt Christian Greve. Fündig geworden ist der Trainer letztlich bei CB Düsseldorf – mehr oder weniger aufgrund der „Spontanität der Pandemie“. Eigentlich war das Duell für April (!) kommenden Jahres angesetzt. Doch so empfangen die Hurricanes den Gast aus Nordrhein-Westfalen schon am Samstag zum ersten Heimspiel der Saison. Tip-off ist um 16 Uhr, Zuschauer sind nicht gestattet.

Die Partie findet jedoch logischerweise nur dann statt, wenn beide Mannschaften ausnahmslos negativ auf das Coronavirus getestet werden. Noch liegen keine Ergebnisse vor. Damit ist ohnehin erst am Freitagabend zu rechnen. Durch die spontane Entscheidung gegen Düsseldorf zu spielen, „haben wir es zeitlich nicht hinbekommen, die PCR-Tests zu machen. Das hätten wir zwar deutlich lieber gemacht, aber jetzt muss es über die Schnelltests laufen“, erzählt Greve. Die Abstriche werden Freitagabend entnommen. Dass diese Antigenen-Schnelltests im Vergleich als weniger genau gelten, ist Greve klar. Die Trefferquote liegt laut verschiedenen Gutachten bei 95 bis 99 Prozent. „Ein gewisses Restrisiko besteht natürlich immer“, so der Coach. Er betont aber, dass sich sein Team an die Kontaktvermeidung und die Regeln halte. „Wir haben ein paar Schnupfen-Menschen, ansonsten ist alles gut.“

Daher stehen eigentlich auch alle Spielerinnen gegen Düsseldorf zur Verfügung – nur hinter dem Einsatz von Melda Tölle und Lotta Stach steht ein Fragezeichen. Die Youngsters sind schulisch sehr eingebunden, stecken in einer entscheidenden Klausurenphase vor dem Abitur. Zudem fehlt weiterhin Kapitänin Pia Mankertz, die eine freiwillige Corona-Pause eingelegt hat. „Wir sind auf jeden Fall nicht in Bestbesetzung, daher finde ich es auch ganz schwer, Düsseldorf einzuschätzen“, gesteht Greve. Er kenne den Verein kaum, orientiere sich hauptsächlich an Videos im Internet. „Das Match ist offen. Wir wollen spielen, um in einen Rhythmus zu finden. Die Stimmung im Team passt. Wir treten an, um zu gewinnen – egal in welcher Besetzung.“

Übrigens: Ein Ersatz für Daeja Smith gibt’s noch nicht. Die US-Amerikanerin war vor knapp einer Woche aus persönlichen Gründen vorzeitig abgereist. „Wir sind noch auf der Suche. Ich stehe in Kontakt mit verschiedenen Agenten und pflege die Kontakte. Optionen gibt es, aber eine Verpflichtung muss auch für uns Sinn ergeben. Daher befinden wir uns aktuell nicht einmal in tieferen Gesprächen“, offenbart Greve.

Von Lea Oetjen

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