56:64 gegen Saarlouis bedeutet Play-off-Aus / Negativrekord aufgestellt / „Sie waren wirklich besser“

Hurricanes auf Sparflamme

Maggie Skuballa (beim Wurf) hatte im Rückspiel gegen Saarlouis das beste Händchen im Team der Hurricanes. Die Nationalspielerin erzielte 20 Punkte und kam zudem auf acht Rebounds. - Fotos: Menker

Rotenburg - Von Matthias Freese. Das war´s! Ausgerechnet im Rückspiel des Play-off-Viertelfinales lieferten die Bundesliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes gestern Abend eine ihrer schwächsten Saisonleistungen ab und schieden nach einer 56:64 (27:34)-Niederlage gegen den TV Saarlouis vor rund 400 Zuschauern in der Rotenburger Pestalozzihalle aus. „Wir haben nichts getroffen. Und wenn sie angezogen haben, waren sie wirklich besser“, bemerkte Laura Rahn nach dem vierten erfolglosen Duell in dieser Saison gegen ihren ehemaligen Club.

Die Partie begann mit 30 Minuten Verspätung, da die Gäste im Stau steckten. Die Hurricanes hatten der Verlegung zugestimmt. „Am grünen Tisch wollen wir ja nicht gewinnen“, erklärte Utz Bührmann, Vorstand Sport. Doch während Saarlouis nach der langen Anreise topfit wirkte und in Sabine Niedola und Amanda Dowe die überragenden Kräfte aus dem Feld hatte, verschliefen die Hurricanes den Start total – wieder einmal. Schon im Hinspiel (51:55) mussten sie früh einem Rückstand hinterherlaufen, jetzt hieß es in der sechsten Minuten bereits 3:18!

Es schien, als würden sich die Gastgeberinnen im Energiesparmodus befinden – gleiches galt offenbar auch für die Stromversorgung in der schlecht ausgeleuchteten Halle. Immerhin strahlten wenigstens die Hurricanes allmählich etwas heller, was vor allem daran lag, dass die Eigengewächse Andrea Baden und Hannah Pakulat die nötige Aggressivität in die Defense brachten.

Das Hauptproblem: „Wir haben in der Offense keinen Rhythmus gefunden und unsere Wurfquote bei den Dreiern war auch nicht zufriedenstellend“, stellte Coach Tomas Holesovsky treffend fest. Von 22 Versuchen aus der Ferne fanden letztlich nur magere zwei ihren Weg durch das Netz – Pia Mankertz traf zwei Mal in Folge und verkürzte damit auf 48:60 (37.). Da war die Partie aber längst entschieden und auch sonst täuschte das letzte Viertel, dass mit 25:12 an die Hurricanes ging, über deren eher schwache Leistung an diesem Abend hinweg. War es sogar die schlechteste Saisonleistung? „Nee, das kann man nicht sagen“, meinte Holesovsky und erklärte: „Saarlouis war Zweiter nach der Hauptrunde und wir haben nur mit sieben Mädels gespielt.“ Vor allem eine offensivstarke Shay Selby, die sich aus privaten Gründen bereits in den Staaten befindet, fehlte in so einer Partie. „Mit ihr wäre das ein anderes Spiel geworden – schade“, stellte Holesovsky fest. „Und immer wenn wir einen Lauf hatten, ging er auch schnell wieder vorbei“, wusste Laura Rahn.

So gelang den Hurricanes im letzten Saisonauftritt auch noch ein neuer Negativrekord, denn im dritten Viertel gelang ihnen tatsächlich 8:44 Minuten kein Korb – erst dann traf Nationalspielerin Maggie Skuballa per Freiwurf und erzielte 31 Sekunden später auch den ersten Feldkorb. Ohnehin war sie mit 20 Punkten und acht Rebounds beste Akteurin ihres Teams.

Alles andere als in Siegerlaune zeigte sich nach dem Abpfiff übrigens Saarlouis‘ Coach Saulius Vadopalas, der sich maßlos über die Leistung der gut leitenden Unparteiischen Bastian Bänsch und Kasra Kaveh echauffierte: „Wo habt Ihr diese Scheiß-Schiedsrichter gefunden“, fragte er und hätte mehr Foulpfiffe erwartet – Freude über den Halbfinaleinzug sieht anders aus.

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