Cooley löst ihr Versprechen ein

Hurricanes zittern um Sieg gegen Opladen – 74:67

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Wer kommt an den Ball? Opladens Leonie Schütter hat einen Standortvorteil gegenüber Mirja Beckmann, während Heather Lindsay versucht, die stark auftrumpfende Alecia Cooley fernzuhalten (v.l.).

Scheeßel - Von Matthias Freese. Das verflixte vierte Viertel hätte den Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes beinahe zum dritten Mal in Folge die Punkte gekostet. Letztlich war es die mit 30 Punkten überragende amerikanische Centerin Alecia Cooley, die gegen das noch einmal stark aufkommende BBZ Opladen den Deckel endgültig draufsetzte und 25 Sekunden vor dem Ende von der Freiwurflinie zum 74:67 (44:24)-Endstand traf. Damit zog das Team von Coach Christian Greve am Rivalen vorbei auf Platz sieben.

Am Ende wurde die Partie aufgrund einiger offensiver Fahrlässigkeiten fast noch zum Ritt auf der Rasierklinge für die Hurricanes. Selbst Greve zupfte sich immer wieder nachdenklich mit den Fingern den Bart, betonte hinterher allerdings: „Ich hatte das Vertrauen in mein Team und habe mich relativ sicher gefühlt.“ Immerhin: Bis auf vier Punkte waren die Gäste aus dem Leverkusener Stadtteil Opladen nach einem schnell abgeschlossenen Dreier der spät heißgelaufenen Briana Williams herangekommen – da waren noch 43 Sekunden auf der Uhr. „So kann man so ein Spiel auch mal verlieren“, atmete Hurricanes-Vorstandsmitglied Utz Bührmann durch.

Wieder waren es nur knapp 150 Zuschauer, die die Partie in Scheeßel verfolgten. Womöglich, weil es in der Liga für die Gastgeberinnen ohnehin um nichts mehr geht. Womöglich, weil die Leistungen bisher nicht immer überzeugten. Die Zeiten mit 200 und mehr Besuchern scheinen jedenfalls vorerst vorbei zu sein. „Es ist schon schade für die Stimmung und die Mädels. Ich hatte mehr Leute erwartet“, meinte auch Bührmann. Finanziell ist das weniger ein Problem: „Die Zuschauereinnahmen haben wir nicht mit einkalkuliert.“

Was den treuen Fans gefallen haben dürfte, war vor allem ein grandioses Startviertel, dem Kama Griffitts ihren Stempel aufdrückte. Allein vier Dreier versenkte sie in diesem Durchgang, der mit 28:8 endete. Bis zur Pause streute die Amerikanerin einen weiteren Distanzwurf ein und lag bei 19 Punkten. Mehr wurden es nicht, da Opladen sie in der zweiten Hälfte spürbar enger verteidigte.

Kama Griffitts (am Ball, dahinter Opladens Lea Wolff) dominierte das erste Viertel. In der zweiten Hälfte kam die Amerikanerin dann deutlich seltener zum Abschluss und ging leer aus.

Dafür war es Alecia Cooley, die vor einer Woche gegen die Falcons Bad Homburg einen schwachen Tag erwischt hatte, die diesmal in allen Vierteln auf konstant hohem Niveau spielte. Sie traf mit einer 92-prozentigen Erfolgsquote aus dem Feld heraus. Von der Freiwurflinie blieb sie gar ohne Fehlwurf. „Sie hatte vor dem Team gesagt, dass sie es dieses Mal besser machen wollte. Das hat sie sehr deutlich gezeigt“, bemerkte auch ihr Trainer.

Es zeigte sich in diesem Spiel aber auch, dass die Hurricanes momentan noch zu abhängig von ihren Amerikanerinnen und Kapitänin Pia Mankertz (wieder mit neun Assists und vier Steals) sind. So konnte das Team das Niveau des ersten Viertels nicht konservieren und gab den letzten Durchgang sogar mit 18:30 ab. „Das war vielleicht auch bedingt dadurch, dass ich mehr gewechselt habe. Zum Schluss haben wir nicht mehr so gut angegriffen, waren nicht zielstrebig genug“, fand auch Greve.

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