115:41 in Mainz ist der bisher höchste Sieg aller Zeiten

Hurricanes setzen neue Bestmarke

Mirja Beckmann war in Mainz eine der Top-Scorerinnen der Hurricanes und traf auch mutig von der Dreierlinie. - Foto: Freese
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Mirja Beckmann war in Mainz eine der Top-Scorerinnen der Hurricanes und traf auch mutig von der Dreierlinie.

Scheeßel - Da war schon ein Blick in die Ergebnisse der vergangenen Jahre nötig! Die Avides Hurricanes haben am fünften Spieltag ihren höchsten Sieg aller Zeiten in der 2. Basketball-Bundesliga der Damen eingefahren – beim weiterhin sieglosen Aufsteiger ASC Theresianum Mainz stand am Ende ein 115:41 (54:22) auf der Anzeigetafel in der nur spärlich besetzten Sporthalle der rheinland-pfälzischen Hauptstadt, ganz in der Nähe des Rheins. Die Hurricanes rückten in der Tabelle durch ihren zweiten Saisonsieg auf Platz sieben hoch.

Unter dem aktuellen Coach Christian Greve hatte es in der Saison 2013/2014 den bis dahin höchsten Sieg im Unterhaus gegeben – es war ein 91:48 gegen den jetzigen Erstligisten TK Hannover. „Es tut mir fast schon leid, aber Mainz ist schon sehr schwach. Die werden Schwierigkeiten haben, obwohl sie auch Potenzial besitzen“, wollte Greve den hohen Sieg nicht überbewerten. Schon eine Woche zuvor hatten die Damen aus der Karnevalshochburg beim Spitzenreiter Panthers Osnabrück ein 50:120-Desaster erlebt.

„Bretter dominiert, Fast-Breaks gelaufen“

Nun wurde es sogar noch deutlicher. „Eigentlich schade. Die Atmosphäre war dort sehr nett. Die haben den Aufstieg gewagt und fahren jetzt solche Ergebnisse ein. Ich befürchte, dass sich andere Teams das mit dem Aufstieg künftig genau überlegen“, sagte Greve und warnte davor, dass die zweite Liga auf Teams zusammenschrumpft, die sich das Abenteuer leisten und dementsprechend Personal einkaufen können.

Die Hurricanes waren jedenfalls in allen Belangen klar überlegen. „Wir haben die Bretter dominiert, wir haben sie mehrfach überlaufen, weil Mainz das Tempo nicht mitgehen konnte. Es waren schon viele Fast-Breaks und viele Steals dabei“, bemerkte Greve. Dabei war er nur mit acht Spielerinnen angereist. Und das auch nur, weil sich Hannah Pakulat kurz nach ihrem mehrmonatigen Irland- Aufenthalt gleich wieder zur Verfügung stellte. „Dafür war das Spiel für sie auch gut, um wieder reinzukommen. Natürlich ist sie von der Fitness her noch nicht wieder bei 100 Prozent, aber sie ist eine, die um jeden Ball kämpft und jedem Rebound hinterhergeht“, betonte Greve.

Auffällig war auch der Auftritt von Flügelspielerin Mirja Beckmann, die laut der fehlerhaften Statistik auf 20 Punkte – darunter vier Dreier – kam. „Sie hat es gut gemacht und sich auch ein bisschen mehr zugetraut als sonst“, fand ihr Coach. Bereits nach sechs Minuten war die Partie quasi vorentschieden, da erzielte Lotta Stach die 22:4-Führung. Nach zehn Minuten hieß es bereits 30:10, zur Pause 54:22. Auch in der zweiten Halbzeit nahmen die Hurricanes den Druck nicht raus. „Da bin ich auch kein Freund von. Das gebührt auch der Respekt, dass man seriös weiterspielt und die Spannung hoch hält“, so Greve. Und so dominierte sein Team auch die letzten beiden Viertel mit jeweils 21 Punkten Unterschied, wobei Alecia Cooley den 100. Punkt erzielte (29.).

Der Coach rotierte denn auch munter durch, machte sich aber dennoch um die Position des klassischen Pointguards Gedanken. Als Back-up für Pia Mankertz hatte er Melda Tölle vorgesehen. Doch die 16-Jährige fällt bekanntlich mit einem Kreuzbandriss lange aus. „Jetzt sind Lotta Stach und Andrea Baden mehr in der Verantwortung, auch den Ball zu bringen“, denkt Greve an seine beiden Shootingguards. - maf

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