Hurricanes schlagen sich achtbar gegen Wasserburg und treffen nun auf Freiburg

62:78 – und Cannon als Buhmann

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Laura Rahn (am Ball) gehörte erneut zu den Besten bei den Hurricanes. Hier misst sie sich mit Anna Jurcenkova.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Dieses letzte Viertel versöhnte alle – die 520 Fans in der Pestalozzihalle, aber auch den Trainer. „Definitv“, bestätigte Christian Greve. „Wir sind nochmal aufgestanden und haben gegengehalten.“ Am Ende waren seine Avides Hurricanes gegen die Basketball-Übermacht TSV Wasserburg aber chancenlos und verloren das zweite Play-off-Halbfinalspiel mit 62:78 (29:49). Damit treffen die Hurricanes im Spiel um Platz drei auf den USC Freiburg, der im Parallelspiel dem TV Saarlouis mit 79:91 unterlag.

„Rotenburg hat ein tolles Team, das immer kämpft und Selbstbewusstsein hat“, lobte Wasserburgs Coach Bastian Wernthaler einmal mehr die Gastgeberinnen. Er wusste aber auch: „In unserer Mannschaft steckt mehr Potenzial, da wird mir der Kollege zustimmen.“ Tat Christian Greve: „Das ist Wasserburg – wir sind Aufsteiger! Ist doch alles in Ordnung“, kommentierte er das erwartete Aus.

Im Gegensatz zum ersten Duell sechs Tage zuvor am Inn, als die Hurricanes einen grandiosen Start hingelegt hatten, gab sich der in dieser Saison noch ungeschlagene Top-Favorit mit Ausnahme eines kleinen Hängers Mitte des ersten Durchgangs keine Blöße und regelte bis zur Pause alles für sich – 49:29. Für einen echten Aufreger sorgte dabei in der 13. Minute Wasserburgs Centerin Emma Cannon, als sie sich ein rüdes Foul im Luftduell gegen Ashley Harris erlaubte. Vor allem ihre anschließenden Gesten zeugten von großer Unsportlichkeit, als sie sich unter anderem auch mit ihren Mitspielerinnen selbstherrlich abklatschte, statt sich zu entschuldigen. Eine Aktion, die die Amerikanerin gar nicht nötig hat. Fortan war sie der Buhmann, wurde mit lautstarken Pfui-Rufen der Hurricanes-Fans bei jedem Ballkontakt bedacht, während ihre Fehlwürfe bejubelt wurden. Wernthaler tat das einzig Richtige und nahm Cannon kurze Zeit später aus dem Spiel, um sie erst in der zweiten Hälfte wieder zu bringen.

Mitentscheidend für die frühe Vorentscheidung waren aber vielmehr die Dreier von Shey Peddy – insgesamt sechs an der Zahl, wobei die Bewachung der Amerikanerin nicht gelang. „Wir haben gerade in der ersten Halbzeit nicht gut zusammengearbeitet und uns in der Defense nicht so gut abgesprochen“, räumte Hurricanes-Kapitänin Pia Mankertz ein. „Wir sind auch nicht reingekommen, weil wir den Druck nicht so aufgenommen haben, wie wir es hätten machen müssen“, bemerkte Greve. Wasserburg war indes „auf Spannung“, wie es Wernthaler bezeichnete. Und das bis Ende des dritten Viertels (66:37). Den letzten Durchgang entschieden die Hurricanes allerdings mit 25:12 für sich. Weil Wasserburg es nun locker ausklingen ließ, aber auch, weil Katarina Flasarova in Schwung kam, in dieser Phase zehn ihrer 14 Punkte erzielte und bis auf 57:72 verkürzte (38.). Kurz danach kassierte nicht nur Ashley Harris ihr fünftes Foul, sondern auch der wie Rumpelstilzchen aufs Feld hüpfende Wernthaler ein technisches Foul. Spielentscheidend war beides nicht mehr.

Die beiden Partien um Platz drei steigen innerhalb von drei Tagen – das Hinspiel in Freiburg am kommenden Freitag, das Rückspiel am darauffolgenden Sonntag in Scheeßel.

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