Hurricanes-Routinier spricht über die Play-offs, ihre Zukunft und die Trainersuche

Rahn weiß: „Zu Scheeßel passt auch nicht jeder“

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Fokussiert: Laura Rahn trifft Freitag mit den Hurricanes auf den TSV Wasserburg.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Der Meister kommt! Freitag um 19.30 Uhr erwarten die Bundesliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes den TSV Wasserburg zum zweiten Play-off-Halbfinalspiel in der Pestalozzihalle. Nur im Falle eines Sieges gibt es ein drittes Entscheidungsspiel am Sonntag am Inn. Über die Chancen und auch über die Zukunft sprachen wir mit Routinier Laura Rahn (28).

Mal ehrlich, glauben Sie, dass die Hurricanes tatsächlich ein drittes Spiel gegen Wasserburg erzwingen können?

Laura Rahn: Naja, Wasserburg ist schon Favorit ohne Wenn und Aber. Klar wäre es schön, wenn wir denen die erste Niederlage zufügen könnten. Wenn man realistisch ist, ist das eher unwahrscheinlich. Wir geben aber auf jeden Fall unser Bestes.

Trotz einer ganz starken ersten Hälfte Ihres Teams im ersten Spiel hat Wasserburg ja noch einen lockeren Sieg eingefahren. Was lief da schief?

Rahn: In der ersten Hälfte hat alles gepasst, wir haben alles getroffen. Wasserburg hat in der zweiten Halbzeit besser verteidigt, dann bekommt man die Würfe nicht mehr so frei, dann fallen die ersten zwei nicht mehr rein – und prompt fängt man an nachzudenken. Und wenn die erst anziehen …

Ihre Leistung ist ein Spiegelbild der Partie gewesen. Erst sehr gut getroffen, dann nur noch ein Punkt in der zweiten Hälfte.

Rahn: Ja, nach der Pause habe ich mich wohl auch zu sehr davon beeindrucken lassen, wie sie verteidigt haben. Da war dann der Wurm drin. Aber ich denke schon, dass Wasserburg gesehen hat, dass wir Basketball spielen können. So etwas wie in der ersten Hälfte wird denen nicht wieder passieren. Die werden uns auf keinen Fall erneut unterschätzen. Ich glaube trotzdem, es wird ein knappes Spiel, nicht wieder mit 29 Punkten Differenz.

Wenn es denn zum Aus gegen Wasserburg kommen sollte, wen wünschen Sie sich im Spiel um Platz drei. Freiburg oder doch lieber Ihren Ex-Club Saarlouis?

Rahn: Freiburg! Das ist zwar von der Fahrt her ein bisschen weiter, aber in Saarlouis möchte ich eigentlich nicht so gerne spielen. Außerdem liegt uns Freiburg auch mehr, da hätten wir größere Chancen, Dritter zu werden. Ich glaube allerdings, dass es zum dritten Spiel zwischen Saarlouis und Freiburg kommt.

Mal ein kurzer Blick in die Zukunft. Haben Sie schon verlängert oder wovon ist das abhängig?

Rahn: Nein, habe ich noch nicht. Mit Utz Bührmann (Vorstand Finanzen, Anm. d. Red.) bin ich mir eigentlich schon einig. Vom Grundsatz her möchte ich weiter Bundesliga in Rotenburg spielen, aber der Job hat für mich auch Priorität, deshalb muss ich gucken, wer Trainer wird. Bei Christian Greve ist es schon alles recht locker, der hat es akzeptiert, dass ich nicht immer bei jedem Training in der Halle stehen kann.

Das heißt, eine Lösung müsste zügig her?

Rahn: Ich würde dem Verein vorschlagen, dass es so schnell wie möglich geht und er den neuen Trainer in zwei, drei Wochen bekanntgeben kann. Der muss schließlich das Team zusammenstellen. Und zu Scheeßel passt auch nicht jeder, wir sind ja kein hochprofessioneller Verein.

Gibt es denn in Ihrer Heimatstadt Hamburg keinen Coach, der infrage kommt?

Rahn: Nein, da läuft niemand herum.

Aber bei Rist Wedel arbeitet doch die ehemalige Nationalspielerin und A-Lizenz-Inhaberin Gundula Laabs …

Rahn: Ja, das wäre schön, das würde ich total super finden. Aber sie hat zwei Kinder, wohnt dort und würde ihre Zelte da auch nie abbrechen.

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