Hurricanes-Reserve lässt sich zum Saisonende nicht lumpen – 79:37 bei Bremen 1860

Der Meister feiert ganz bescheiden

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Wink mit dem Zeigefinger: Die BG ’89 Hurricanes II sind die Nummer eins in der 2. Regionalliga Nord. Zum Meisterfoto stellten sich (unten, v.l.) Clara Schwartz, Theresa Heuritsch, Kristina Kuhlmann, Andrea Baden, Edda Schmidt, Beekje Janßen sowie (oben, v.l.) Kirsten Baden, Coach Christian Greve, Larissa Wolf, Hannah Pakulat und Birte Riebesell auf.

Bremen - Von Matthias Freese. Die Laune war bestens, die Stimmung gelöst, der Tisch bereits reserviert: Das letzte Saisonspiel bei Bremen 1860 nutzten die schon zuvor als Meister der 2. Regionalliga Nord feststehenden Basketballerinnen der BG ’89 Hurricanes II, um anschließend in der Hansestadt gemeinsam Essen zu gehen.

„Groß feiern werden wir nicht – vielleicht später“, verriet Coach Christian Greve. Zum Abschluss ließen sich seine Damen auf dem Feld aber nicht lumpen und fuhren auf dem Parkett am Baumschulenweg noch einen 79:37 (37:23)-Auswärtssieg ein.

Die personell arg gehandicapten Bremerinnen, bei denen sich in der Anfangsphase auch noch Saskia Goll verletzte, hatten nie den Hauch einer Chance gegen die mit sechs Spielerinnen aus dem Erstliga-Kader angereisten Hurricanes. „Wir haben es gut über die Bühne gebracht, mit einer gewissen Lockerheit und trotzdem dem nötigen Scoring in den entscheidenden Phasen“, fand Greve.

Das dritte Viertel entschied die BG ’89 sogar mit 21:2 für sich. Insbesondere Andrea Baden (17 Punkte, drei Dreier) und Hannah Pakulat (18 Punkte) zeichneten sich in der Partie aus. Larissa Wolf schaffte mit sechs Punkten sogar ihre beste Ausbeute im Trikot der Hurricanes. „Insgesamt war es sehr stimmig, alle haben ihren Beitrag geleistet, wie in der gesamten Saison“, urteilte der Coach, dessen Team trotz des Titels aber bekanntlich auf den Aufstieg verzichtet.

Am Ende der Saison standen lediglich zwei Niederlagen – gegen Treubund Lüneburg und den Vizemeister Ahrensburger TSV. Die Hurricanes stellten die beste Defense und knapp hinter Ahrensburg die erfolgreichste Offense dieser Spielklasse. „Vor allem von der Dreierlinie waren wir sehr dominant“, verwies Greve auf diesen Statistik-Wert, der für sein Team sagenhafte 90 getroffene Dreier in 14 Spielen ausweist – da kommt kein anderes Team auch nur annähernd heran, Ahrensburg und die SG Harburg Baskets folgen mit jeweils 36!

In den Top Ten der besten Werfer finden sich Edda Schmidt und Theresa Heuritsch wieder, mit 29 Dreiern liegt Schmidt in dieser Kategorie sogar ganz vorne, Heuritsch ist Fünfte (18), Andrea Baden Achte (12), obgleich sie nur in acht Spielen zum Einsatz kam. Schmidt hat zudem die drittbeste Freiwurf-Quote in der Liga (84 Prozent). „Und trotz unserer sehr intensiven Verteidigung haben wir die drittwenigsten Fouls der Liga“, stellte Coach Greve erfreut fest. Genügend Gründe also für ein Meisteressen in Bremen.

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