Hurricanes reagieren und verstärken sich mit deutscher Spielerin / Campbell bleibt im Kader

Wer ist die unbekannte Bekannte?

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Gegen Marburg spürbar verbessert: Korinne Campbell bleibt bei den Hurricanes.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Müssen die Avides Hurricanes trotz ihres Starts mit vier Punkten aus drei Spielen noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden? Sie sind es bereits geworden! Allerdings: Einen Wechsel oder eine Verstärkung aus dem Ausland wird es beim Basketball-Erstligisten nicht geben – der Vorjahresdritte, der am Sonntag mit dem 69:65-Sieg beim BC Marburg seinen bisher besten Auftritt hingelegt hatte, verpflichtet eine weitere deutsche Spielerin – pünktlich zum Heimspiel am Samstag gegen den USC Freiburg. Um wen es sich handelt, verraten die Verantwortlichen nicht. Auch auf „ausdrücklichen Wunsch“ der unbekannten Bekannten, wie Utz Bührmann, Vorstand Finanzen, erklärt.

Nach zwei enttäuschenden Auftritten war vor allem die unmittelbar vor der Saison nachverpflichtete Amerikanerin Korinne Campbell ins Zentrum der Kritik gerückt. „Das war bisher deutlich zu wenig“, räumt Bührmann ein. Gegen Marburg steigerte sie sich allerdings und kam auf 13 Punkte. „Das war eine Entwicklung nach oben – das ist gut“, merkt Bührmann an und betont: „Wir werden nicht durchtauschen, sondern hoffen, dass Korinne eine Stütze des Teams wird.“

Selbst wenn die Hurricanes den Vertrag mit Campbell auflösen wollten – sie können es nicht ohne Weiteres, denn ein eigentlich übliches „Rücktauschrecht“ beziehungsweise eine Ausstiegsklausel wegen schwacher Leistungen gibt es nicht. „Nein, dass haben wir nicht, das lag auch an unserer schlechten Verhandlungsposition“, erinnert Bührmann an die Zeitnot, die die Hurricanes hatten, nachdem sich Christa Baccas einen Kreuzbandriss zugezogen hatte.

Campbell hatte gute Statistiken und eindrucksvolle Videos vorzuweisen – „und sie hatte schon fünf Jahre in Europa gespielt, in Rumänien, Portugal, Finnland und Tschechien“, setzt Bührmann nun auf den „Ashley-Harris-Effekt“. Auch sie hatte sich vergangene Saison lange schwergetan.

Fakt ist auch, dass der recht kleine Kader mit einer deutschen Kraft ergänzt wird. „Eine Personalie, die unserem dem Team Stabilität geben soll. Eine Deutsche, die uns definitiv mit ihrer Erfahrung helfen wird“, orakelt Bührmann ohne konkret zu werden. „Es ist keine aktuelle Nationalspielerin, das könnten wir uns auch finanziell nicht erlauben. Aber hoffentlich eine gute und auf jeden Fall interessante Personalie. Auch der Trainer setzt auf den Überraschungseffekt.“ Die nicht optimale Vorbereitung und zwei schwache erste Saisonspiele „haben ein Handeln des Vereins naheglegt“, meint Bührmann. Und er ergänzt: „Die Play-offs bleiben das erklärte Ziel für diese Saison.“

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