Hurricanes quälen sich vor Hit gegen Wasserburg zum 69:57-Pokalsieg in Braunschweig

„Das hasst jeder Trainer“

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Kierra Mallard (am Ball) war im ersten Viertel die einzige Hurricanes-Akteurin, die aus dem Spiel heraus traf. Allerdings ging sie in der zweiten Halbzeit komplett leer aus. Am Ende reichte es trotzdem zum Weiterkommen im DBBL-Pokal.

Aus Braunschweig berichtet Matthias Freese. Souverän sieht anders aus! Die Erstliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes sind zwar gestern Abend mit einem 69:57 (35:27)-Sieg beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig in die dritte Runde des DBBL-Pokal eingezogen, wussten aber nicht zu überzeugen.

Auch Headcoach Tomas Holesovsky war spürbar verärgert mit der Generalprobe vor dem Liga-Hit Samstag(18.30 Uhr) in Scheeßel gegen die Überflieger des TSV Wasserburg.

„Ich bin gedanklich schon beim Spiel gegen Wasserburg – aber mit dieser Leistung?“, stellte Holesovsky nachdenklich fest. „Ich will nicht gegen Wasserburg mit 100 verlieren, sondern auch gewinnen.“ Auch Kapitänin Pia Mankertz weiß, dass da morgen schon mehr kommen muss – „nicht nur ein bisschen“. Sie relativierte den Auftritt aber auch: „Wir wussten doch, dass wir eine harte Woche haben und wir unsere Kräfte noch brauchen.“

Insbesondere im ersten Viertel schien es aber auch so, als hätten die Hurricanes die frechen und vom früheren Scheeßeler Pierre Hohn trainierten sowie gut eingestellten Gastgeberinnen unterschätzt. Da gelangen lediglich Centerin Kierra Mallard Punkte aus dem Spiel heraus, zudem handelte sich der Favorit hier bereits sieben Fouls ein. „Wir waren kalt, haben nicht nach vorne gespielt, sind nur 70 Prozent gelaufen und haben keinen Block gestellt“, monierte Holesovsky. Die Quittung: Braunschweig führte in der Neuauflage des Aufstiegs-Finales aus dem Jahr 2014 nach elf Minuten durch Jessica Weber mit 14:13 und ließ lange Zeit nicht locker.

Erst vor der Pause steigerten sich die Hurricanes, benötigten nach Wiederanpfiff aber noch einmal drei Minuten, um den Rhythmus wieder aufzunehmen sowie durch Maggie Skuballa zu treffen und zogen erst dann mit einem 8:0-Run auf 45:31 weg (25.). Es war die Vorentscheidung, zumal die Führung bis zur 34. Minute durch Kierra Mallard auf 67:43 ausgebaut wurde. Doch dann schalteten die Hurricanes spürbar zwei Gänge zurück, was Tomas Holesovsky ganz klar missfiel: „Das hasst jeder Trainer – egal, wie es steht. Wir hatten in der Phase gleich sieben Ballverluste ohne Druck.“ Und Pia Mankertz räumte ein: „Wir hatten wirklich viele Fehlpässe und haben zu schnörkelig gespielt. Ich glaube aber nicht, dass wir sie unterschätzt haben.“

Avides Hurricanes: Mallard (13), Rodriguez (13), Selby (10), Skuballa (16), Rahn (6), Mankertz (9), Thänert (2), Tadeus, Janßen.

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