Hurricanes ohne Baden nach Saarlouis / Rahn warnt vor Tetschlag und Zackery

„Unbeirrt zum Korb“

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Laura Rahn (am Ball) kehrt mit den Hurricanes an ihre alte Wirkungsstätte nach Saarlouis zurück.

Scheeßel - Formkrise? „Nö!“ Wurfkrise? „Nee“, sagt Christian Greve. „Das hieße ja, dass man aufhört, die Würfe zu nehmen, obwohl sie offen sind.“ Auch wenn die Quoten derzeit nicht stimmen, ist der Coach der Avides Hurricanes zuversichtlich. Allerdings geht es jetzt, am 17. Spieltag, für seine Erstliga-Basketballerinnen zu den hochgehandelten Royals des TV Saarlouis. Die Partie beim Tabellendritten steigt am Sonntag um 15 Uhr.

Keine Frage: Laura Rahn kennt die Saarländerinnen am besten, schließlich trug sie drei Spielzeiten lang das Trikot der „Königlichen“, ehe sie im Sommer zu den Hurricanes zurückkehrte. Ihrem ersten Auftritt in der Stadtgartenhalle seit dem Wechsel sieht die 28-Jährige mit gemischten Gefühlen entgegen: „Die Halle ist immer voll, die Fans peitschen das Team nach vorn.“

Hinzu kommt, dass die Hurricanes im Hinspiel Ende Oktober eine der besten Saisonleistungen abgeliefert und Saarlouis mit 79:56 düpiert hatten. „Ich denke, die werden dieses Mal gewarnt sein. Sie haben quasi eine Rechnung mit uns offen und werden alles geben, um zu gewinnen“, vermutet Rahn.

Das Gesicht der Saarländerinnen hat sich seitdem ein wenig verändert. „Sie haben mit Levke Brodersen den Kopf der Mannschaft und somit die wichtigste Spielerin verloren“, verweist Laura Rahn auf den Kreuzbandriss, den sich ihre ehemalige Mitspielerin zugezogen hat. „Den Ausfall kompensieren sie aber besser, als ich gedacht habe.“

Im ersten Duell noch nicht dabei waren die nachverpflichteten Amerikanerinnen Lakeisha Sutton für den Aufbau sowie Kellindra Zackery als drahtige Centerin. „Ich denke nicht, dass sie nun stärker sind als im Hinspiel. Ich denke aber, dass sie es uns alles andere als leicht machen“, vermutet Rahn, für die Zackary und Tetschlag „eines der besten Center-Duos der Liga“ bilden. Schwerstarbeit also für die große Hurricanes-Garde mit Kierra Mallard, Ashley Harris und eben Laura Rahn. „Wenn wir endlich wieder unseren Rhythmus finden und so spielen, wie wir es in so einigen Spielen schon gezeigt haben, haben wir aber auch Chancen, in Saarlouis zu gewinnen“, ist der Power Forward der Hurricanes überzeugt.

Coach Greve verweist zudem darauf, dass sein Team auch im Hinspiel kaum etwas aus der Distanz getroffen hat – und trotzdem siegreich war. Dennoch weiß auch er: „Wir müssen wieder einen flüssigen Angriff hinkriegen und uns auch gegen eine aggressive Verteidigung unbeirrt zum Korb bewegen.“ Verzichten muss er bei diesem Unterfangen aus beruflichen Gründen auf Andrea Baden. Die Hurricanes, die bereits morgen anreisen, kehren erst in der Nacht zu Montag zurück.

maf

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