Hurricanes machen es gegen Chemnitz nur kurz spannend – 66:56 / „Sind das bessere Team“

Skuballa ist nicht zu bändigen

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Kierra Mallard (am Ball) hatte eine hartnäckige Bewacherin mit Lisa Koop.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Die nächtliche Ruhestörung nahm Tomas Holesovsky mit ein wenig Abstand mit Humor. Eine Polizeistreife hatte den Coach der Avides Hurricanes am Freitag aus dem Schlaf geholt, da – von ihm unbemerkt – Vandalen unter anderem auch sein Auto demoliert hatten. Ohne Schaden überstanden derweil am Samstagabend seine Bundesliga-Basketballerinnen ihr letztes Spiel in der Hauptrunde: Die ChemCats Chemnitz wurden vor 370 Zuschauern in Scheeßel mehr oder wenig mühelos mit 66:56 (40:27) bezwungen. Für die bis dato gefährdeten Gäste blieb die Niederlage folgenlos. Neben den Panthers Osnabrück muss NB Oberhausen das Oberhaus verlassen.

„Schade, dass Oberhausen weg ist – eine kurze Fahrt weniger für uns“, kommentierte Hurricanes-Routinier Laura Rahn die geklärte Abstiegsfrage. Chemnitz war dabei zugute gekommen, dass der knappe Sieg eine Woche zuvor gegen die BG Donau-Ries trotz eines Regelverstoßes, einer zu viel genommenen Auszeit, nicht von der Spielleitung aberkannt worden war.

Als sicherer Tabellensiebter konnte den Hurricanes das egal sein, das Team muss nun in den Play-offs gegen den TV Saarlouis ran. Und vor allem im ersten Viertel demonstrierte die Holesovsky-Crew, dass sie nicht chancenlos sein dürfte. Angeführt von der stark agierenden Nationalspielerin Maggie Skuballa (17 Punkte, fünf Rebounds) zog der Gastgeber ein sicheres und schnelles Passspiel auf, dem Chemnitz nicht folgen konnte. Kapitänin Pia Mankertz brillierte sogar mit einem No-Look-Pass und ihr Team führte nach zehn Minuten mit 23:10. „Ein paar Mal sah das ja wie bei den Harlem Globetrotters aus“, scherzte Tomas Holesovsky, dessen Damen Chemnitz zudem mit druckvoller Defense zu technischen Fehlern verleiteten. „Wir haben sie zur Hektik gezwungen“, freute sich der Coach. „Und wir haben unsere Taktik 35 Minuten gehalten.“

Nur eine echte Schwächephase leisteten sich die Hurricanes, als die nun aggressiver verteidigenden ChemCats von Headcoach Amanda Davidson zwischen der 21. und 27. Minute einen 15:2-Run hinlegten und auf 42:44 verkürzten. „Das ist wie beim Auto – man kann nicht nur immer schneller fahren. Man muss auch mal das Tempo rausnehmen“, bemerkte Holesovsky.

Doch eigentlich war es nur eine Akteurin, die den Hurricanes konstant Probleme bereitete – die 1,97 Meter große Centerin Lisa Koop, die auch gegen Kierra Mallard gut und hart verteidigte. Die Amerikanerin der Hurricanes hatte sich in einem Duell mit Koop allerdings auch vor der Pause schon am Ellenbogen verletzt, wie Holesovsky berichtete. „Aber sie wollte unbedingt weiterspielen.“

Mallard und Skuballa mit einem Drei-Punkt-Spiel waren es schließlich auch, die den Chemnitzer Katzen die Tatzen wieder stutzen. Und mit Mankertz’ Dreier sowie drei weiteren Freiwürfen der Kapitänin zum 54:42 waren zum Ende des dritten Viertels auch die alten Verhältnisse wiederhergestellt. „Wir haben das in der Phase ja ganz gut geregelt und man hat gesehen, dass wir das bessere Team sind und zu recht vor ihnen stehen“, fand Laura Rahn.

Nach einer einwöchigen Pause starten in der Basketball-Bundesliga der Damen die Play-offs im Best-of-three-Modus. Lediglich bei den Finalspielen sind maximal fünf Partien möglich. Sollten sich die Avides Hurricanes gegen den TV Saarlouis im Viertelfinale durchsetzen, würde im Halbfinale der Sieger der Partie Herner TC - SV Halle warten.

Das Hinspiel der Hurricanes steigt Ostersonntag (17 Uhr) in Saarlouis, das Rückspiel in Rotenburg am 1. April um 19.30 Uhr. Eine mögliche dritte Partie findet in Saarlouis am 3. April statt.

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