Hurricanes lassen Marburg vor 420 Zuschauen keine Chance – 81:59 / Die Dreier sitzen wieder

„Wir haben viel Selbstbewusstsein“

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In der Verteidigung lag der Schlüssel zum Erfolg: Hier stört Kierra Mallard die Marburgerin Lisa Koop (vorne).

Scheeßel - Von Matthias Freese. Ein kleiner Schritt Richtung Play-offs, ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt: Die Erstliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes haben sich in Scheeßel mit einem eindrucksvollen Auftritt aus den Weihnachtsferien zurückgemeldet und mit dem souveränen 81:59 (44:28)-Heimsieg gegen den BC Marburg den vierten Erfolg in Serie gelandet. „Es ist schön zu sehen, dass wir nach dieser Pause schon wieder so gut spielen“, stellte Katarina Flasarova, die tschechische Aufbauspielerin, fest.

Für den auf Rang fünf liegenden Aufsteiger war es der achte Saisonerfolg – und doch übt sich Coach Christian Greve weiter in gewohnter Zurückhaltung: „Wenn die zehn Siege im Sack sind und es die Tabellensituation hergibt, dass wir den Klassenerhalt sicher haben, erst dann können wir weiter nach oben schauen.“

Gegen Marburg hatte sein Team nur bis zum 2:6 Mühe mit den Hessinnen, die auf die erkrankte Amerikanerin Brittany Wilson verzichten mussten. Greve nahm eine frühe Auszeit (3.), brachte sein Team auf Kurs und konnte sich auf seine Routiniers verlassen. Janae Young mit fünf Punkten und Katarina Flasarova per Dreier garantierten mit 12:8 die Führung, die fortan nicht mehr abgegeben wurde, sondern stetig ausgebaut wurde. Bis auf 33 Punkte Vorsprung sogar (79:46/35.), ehe es die Gas(t)geberinnen in der Schlussphase locker ausklingen ließen und Marburg einen 11:0-Run gestatteten.

„Wir haben ziemlich viel Selbstbewusstsein in unserer Mannschaft“, hatte auch Flasarova beobachtet. Und die 29-Jährige betonte: „Wir sind unterm Korb ohnehin stärker als Marburg. Aber dieses Mal waren wir auch auf jeder Position besser.“ Das wird auch dadurch dokumentiert, dass mit Pia Mankertz (19 Zähler), Janae Young (18), Kierra Mallard (17 sowie zwölf Rebounds), Laura Rahn (12) und auch Flasarova (10) fünf Spielerinnen zweistellig punkteten. Bei Marburg gelang das nur Alissa Pierce (17).

„Die Verteidigung war der Schlüssel zum Erfolg. Wie wir dann zum Teil die Fastbreaks mit nur drei, vier Touch-Pässen gespielt haben, das sah sehr gut aus. Das kommt aber auch nur, wenn man vorher aggressiv verteidigt“, betonte Greve.

Zudem „kramten“ die Hurricanes eine alte Stärke wieder hervor – die Dreier! Neun gelangen ihnen, drei allein durch Pia Mankertz. Die Gäste trafen nur zwei Mal aus der Distanz. Auch eine 92-Prozent-Quote bei den Freiwürfen spricht für die „BeeGees“. Und selbst die Foulbelastung bei Kierra Mallard, Ashley Harris und Constanze Wegner wurde zu keinem ernsthaften Problem. Alles in allem: Werbung in eigener Sache vor rund 420 Zuschauern. „Und Rekord in dieser Saison“, vermeldete Schatzmeister Utz Bührmann strahlend.

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