U 18 will in die Play-offs

Hurricanes kochen im Hexenkessel

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Dieses Talente-Quintett gehört bereits zum Zweitliga-Kader der Hurricanes und zählt im Team der WNBL folglich zu den Führungskräften: Lotta Stach, Melda Tölle (vorne, v.l.), Michelle Schischkov, Genevive Wedemeyer und Louisa Moritz (hinten, v.l.).

Scheeßel - Wenn es vier Staffeln gibt, aber der Titelverteidiger und der Vizemeister gemeinsam in einer spielen, ist das für die anderen vier Mitglieder dieser Gruppe kein Vergnügen, sondern eine besondere Herausforderung – quasi ein „Hexenkessel“. Wie in der vergangenen Saison sind die U 18-Basketballerinnen der Junior Hurricanes in der Staffel Nordost der Nachwuchsbundesliga WNBL mit dem amtierenden Deutschen Meister ChemCats Chemnitz und dessen Finalgegner TuS Lichterfelde in einen Topf geworfen worden. „Ich bin da aber relativ leidenschaftslos, das muss man professionell nehmen“, meint Helge Eggers, der neue Coach. Gleich zum Auftakt gastiert Lichterfelde am Sonntag um 12 Uhr in der Eichenschulhalle.

Eggers hat das Erbe von Tomas Holesovsky angetreten. Der in seine Heimat zurückgekehrte Tscheche hatte den Klassenerhalt über die Play-downs erreicht, dieses Mal soll das Zittern verhindert werden. „In erster Linie geht es darum, nicht ins Schwimmen, also nicht in die Abstiegsrunde zu geraten“, sagt Eggers. Heißt: Platz vier muss her. Mehr ist angesichts der Konkurrenz eher unrealistisch, zumal mit den Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel, Alba Berlin und den Junior Lions Halle weitere Talentschmieden dazugehören. „Mein Team ist zuversichtlich, dass es die Qualität hat“, spricht Eggers von einer „positiven Stimmung“.

Nach dem altersbedingten Ausstieg von Vivien Stoll und Tuba Poyraz könnte unterm Brett die Präsenz fehlen. „Defensiv ist es gut, wenn wir das Spiel vom Korb weghalten. Im offenen Feld sind wir ganz gut im Verteidigen, in der Zone wird es gegen körperlich starke Gegner schwerer“, weiß Eggers. In der Offense pflegt er einen anderen Stil und verlangt mehr Eigenständigkeit. „Die Spielerinnen sind es gewohnt, klare Sets zu laufen. Die habe ich ihnen ein bisschen weggenommen, denn ich verweigere die klare Anweisung“, sagt der Coach, der zuletzt bei NB Oberhausen im Nachwuchsbereich gewirkt hat.

Sechs Spielerinnen des älteren Jahrgangs 2002 hat er in seinem 14-köpfigen Kader – darunter Lotta Stach, Michelle Schischkov und die nach Kreuzbandriss seit kurzem wieder komplett eingestiegene Melda Tölle, die auch zum Zweitliga-Damenkader gehören. Dort sind ebenfalls Louisa Moritz und U 16-Nationalspielerin Genevive Wedemeyer im Einsatz, womit diesem Quintett eine Führungsrolle zukommt. Eggers glaubt zudem, dass Power Forward Nele Albrecht „mit ihrer Grundathletik uns sehr hilft“. Auch der erst 15-jährigen Mathilda Hähner (Jahrgang 2004) prophezeit er, „dass sie bei uns eine wichtige Rolle spielen wird“.

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