Hurricanes kassieren in Saarlouis 16 Punkte am Stück und unterliegen mit 55:80

Der Sechs-Minuten-Blackout

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Lichtblick: Cherina Kaiser kam in acht Einsatzminuten zu acht Punkten – ihre bisher beste Ausbeute in der ersten Liga.

Scheeßel - 27 Minuten lang war alles im Lot – dann brachten sich die Avides Hurricanes in der Damen-Basketball-Bundesliga beim TV Saarlouis um mehr. „Ich habe keine Erklärung parat“, gestand Coach Christian Greve und rätselte selbst nach dem verhängnisvollen Sechs-Minuten-Blackout. 16 Punkte am Stück erzielten die gastgebenden Royals in dieser Zeit – am Ende stand eine 55:80 (37:39)-Pleite für den Aufsteiger, der aber weiter auf Platz fünf rangiert.

„Wir haben als Team nicht gut gespielt. Und es war keine gute Leistung. Wir können es definitiv besser“, stellte Greve fest. Dabei lag seine Crew lange Zeit mit Saarlouis auf Augenhöhe und holte kleine Rückstände mehrfach wieder auf. Youngster Cherina Kaiser brachte die Hurricanes in der 16. Minute mit 27:25 sogar erstmals in Führung und belohnte sich selbst für ihr wohl bestes Saisonspiel im Trikot des Erstligisten. Acht Punkte – davon zwei Dreier – hatte sie in ihren acht Einsatzminuten erzielt. „Von der Ausbeute und der Konsequenz, wie sie die Punkte gemacht hat, war das gut“, fand auch Greve. Beste Akteurin bei den Gästen war hingegen Pia Mankertz, die mit 17 Punkten und neun Rebounds nur knapp ein Double-Double verpasste.

Doch unterm Strich reichte das nicht aus. Katarina Flasarova brachte die Hurricanes letztmalig per Dreier mit 34:32 nach vorne (18.), auch bei Kaisers Dreier zum 45:48 war der Auswärtssieg noch drin (26.). „Aber im Grunde haben wir den Spannungsbogen nicht aufbauen können. Das Spiel plätscherte vor sich hin, dann hat Saarlouis irgendwie die Kurve gekriegt und wir sind nicht mitgegangen, sondern haben sie zu sehr machen lassen“, so Greve. 25 Turnover und eine schwache Rebound-Quote bemängelte der Coach ebenfalls.

Erst als Saarlouis bereits auf 64:45 weggezogen war, gelang Hannah Pakulat per Freiwurf der erste Korb nach sechs Minuten Leerlauf (34.). Da half es letztlich auch nichts, dass die Hurricanes ihre Dreier-Stärke mal wieder herauskramten und acht Mal aus der Distanz erfolgreich waren. „Wir hatten nicht die nötige Intensität, um zurückzuschlagen und wurden auch zu schlechten Würfen gezwungen“, stellte Greve fest.

Auffällig auch, dass die sonst so treffsicheren Amerikanerinnen Janae Young und Kierra Mallard dieses Mal zusammen nicht ein Mal zweistellig punkteten, sondern auf magere zwei und sieben Zähler kamen. Dass zudem der direkte Vergleich nach dem 79:56 aus dem Hinspiel sogar noch verloren ging, war indes nur eine Randnotiz.

maf

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