Ex-Nationalspielerin schon morgen dabei

Skuballa holt Gohrke ins Team

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2012 lief Natalie Gohrke (rechts) letztmalig in der Rotenburger Pestalozzihalle auf. Damals im Trikot des BC Marburg an der Seite von Amanda Davidson und gegen Emma Stach.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Es sollte eigentlich der Überraschungs-coup sein, vor allem für den Gegner – doch jetzt mussten die Avides Hurricanes ihr Geheimnis schon vor dem Wiedersehen mit dem USC Freiburg lüften. Die Erstliga-Basketballerinnen von Coach Tomas Holesovsky haben pünktlich zur Partie – am Samstag (18.30 Uhr) in der Pestalozzihalle – Ex-Nationalspielerin Natalie Gohrke verpflichtet.

„Es freut mich sehr, dass Natalie sich entschieden hat, wieder Basketball zu spielen“, sagt Holesovsky. Die 32-Jährige hatte zwar ihre Karriere 2014 beendet, dürfte aber mit ihrer Erfahrung trotz einjähriger Pause eine Verstärkung sein. Immerhin spielte Gohrke 23-mal für die A-Nationalmannschaft und sieben Jahre lang für den BC Marburg im deutschen Oberhaus – an der Seite von Maggie Skuballa, die letztlich entscheidend dafür war, dass der Power Forward sich zum Comeback entschied.

„Da ich mit Maggie gut befreundet bin, wusste ich von den personellen Problemen und habe aus Spaß gesagt, sie könne dem Trainer ja sagen, dass ich für alles bereit wäre“, erzählt Gohrke, die als Tierärztin bei der Bundeswehr in Kiel angestellt ist und während ihrer Auszeit für die Luftwaffen-Nationalmannschaft spielte.

Dass ihre Verpflichtung jetzt bereits herauskam, liegt an der Homepage der Damen-Basketball-Bundesliga. Denn: Sobald die Freigabe für eine Spielerin erteilt ist, taucht der Name auch automatisch in der Kaderliste des betreffenden Teams auf. „Es war deshalb nicht machbar, das geheim zu halten“, erklärt Utz Bührmann, Vorstand Finanzen der Hurricanes. Gleichwohl freut auch er sich über diesen Coup: „Sie wird uns definitiv mit ihrer Erfahrung weiterhelfen und hat auch gleich für die komplette Saison zugesagt.“ Am Freitag wird Gohrke erstmals am Training teilnehmen. Zur Rückrunde soll sie häufiger einsteigen, wie Holesovsky verrät. Einen Stammplatz erwartet sie deshalb auch nicht: „Mal gucken, wie es so wird. Aber ich bin eher der Rollenspieler, eher für die Defense zuständig.“

Die Partie gegen Freiburg hätte dabei auch ohne diese personelle Meldung genug Spannung versprochen. Schließlich ist es die Neuauflage des kleinen Play-off-Finales, das die Hurricanes vergangene Saison für sich entschieden hatten. Holesovsky meint zwar, dass sich inzwischen zwei „ganz andere Mannschaften“ gegenüberstehen, weiß aber auch: „Bei Freiburg ist der Trainer geblieben und auch die Spielphilosophie. Sie verteidigen aggressiv und laufen gerne Fastbreaks.“

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