Greve hat nichts zu meckern

85:35-Sieg: Hurricanes fegen über Mainz hinweg

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Alecia Cooley (r.) legte nach der Pause richtig los und erzielte 21 Punkte.

Scheeßel - Von Nicolas Tréboute. Es wirkte regelrecht verzweifelt, wie die Spielerinnen des ASC Theresianum Mainz unermüdlich zum Korb zogen - das Resultat war zumeist dasselbe. Immer wieder prallte der Tabellenletzte an einer fast unüberwindbaren Defensivmauer ab, was die Trainerin der Rheinhessen, Natascha Stergion, immer wieder zum entnervten Kopfschütteln veranlasste.

Nicht verwunderlich war es da, dass die Avides Hurricanes ihren Heimauftritt vor knapp 125 Zuschauern in der 2. Basketball-Bundesliga mit einem souveränen 85:35 (46:10)-Erfolg abschlossen. „In der Defense haben wir über die komplette Spieldauer überzeugt. Wir hatten zahlreiche Steals und haben viele Ballverluste provoziert. Darüber hinaus haben wir in der Offense den Ball wirklich gut laufen lassen“, hatte Coach Christian Greve nichts zu meckern.

Vor allem Hannah Pakulat (zehn Rebounds, fünf Blocks, vier Steals) räumte defensiv gegen die sieglosen Gäste beinahe alles ab und war mitverantwortlich dafür, dass von der ersten Sekunde an klar wurde, dass es in dem ungleichen Aufeinandertreffen nur einen Sieger geben konnte. Dabei war die Wurfquote der Gastgeber im ersten Viertel alles andere als gut. Doch obwohl viele Versuche das Ziel verfehlten, bekamen die Hurricanes aufgrund ihrer körperlichen Überlegenheit oftmals die zweite oder sogar dritte Chance und erspielten sich eine 8:0-Führung (7.). Die Mainzer erzielten ihre ersten Punkte aus dem Feld heraus erst 1:40 Minuten vor dem Ende des ersten Viertels, das die US-Amerikanerin Kama Griffitts mit einem Dreier zum 16:4 beendete.

„Wir haben am Anfang etwas gebraucht, bis wir reingekommen sind“, erklärte Hurricanes-Akteurin Andrea Baden. Doch im zweiten Viertel war ihr Team dann vollauf präsent. Mainz hatte vor allem dem Spielwitz von Griffitts und Pia Mankertz nichts entgegenzusetzen. Nach dem 6:21-Anschluss durch die beste Gäste-Schützin und US-Amerikanerin Pearl Henriquez (neun Zähler) legte das Greve-Team einen 17:0-Lauf hin und zog auf 38:6 davon (18.). Wiederum Griffitts war das letzte Wort vor der Pause zum 46:10 vorbehalten. Danach schonte Greve seine Leistungsträgerin und schickte sie erst zwei Minuten vor dem Ende wieder aufs Spielfeld.

Hannah Pakulat überzeugte in der Defensive.

„Unser Trainer hat zur Pause gesagt, dass wir keine Gnade zeigen sollen - no mercy“, verriet Baden die Marschroute zur Halbzeit. Obwohl Mainz nun des Öfteren zum Korberfolg kam, hielten sich die Hurricanes an diesen Plan - vor allem weil Alecia Cooley im dritten Viertel offensiv so richtig heiß lief. Nachdem die US-Amerikanerin zuvor aufgrund der engen Mainzer Bewachung noch um jeden Korberfolg hatte kämpfen müssen, erzielte sie angefangen mit dem 57:19 (26.) acht Zähler ihres Teams in Serie. Am Ende legte Cooley fast wie gewohnt ein Double-Double (21 Punkte, zwölf Rebounds) aufs Parkett.

Im Schlussabschnitt verzichtete Greve zu weiten Teilen auf seine drei Top-Spielerinnen Griffitts, Mankertz und Cooley. Doch auch dieses Viertel entschieden die Hurricanes für sich und schoben sich mit dem dritten Sieg in Folge auf Tabellenplatz sechs vor. Auch wenn der Playoff-Rang vier nun nur noch einen Sieg entfernt ist, schätzen die Hurricanes ihre Lage zurückhaltend ein. „Klar wäre das schön, aber wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Für uns geht es darum, dass wir uns weiterentwickeln“, stellte Aufbau- und Flügelspielerin Baden klar.

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