Hurricanes dominieren das Niedersachsenderby in Osnabrück

Selby zeigt den Panthers ihre Krallen – 78:60

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Kierra Mallard (l.) behauptet sich gegen Osnabrücks Neuzugang Luiana Livulo.

Aus Osnabrück Berichtet - Matthias FreeseDer Klassiker musste einfach sein. „Die Nummer eins im Norden sind wir!“, skandierten die mitgereisten Fans der Avides Hurricanes auf der Tribüne schon vor der Schlusssirene. Derbysiege sind halt immer besonders schön – erst recht gegen die GiroLive Panthers Osnabrück, dem ewigen Rivalen. „Ich hatte nicht gedacht, dass man so leicht in Osnabrück gewinnen kann“, war selbst Tomas Holesovsky, Coach der Hurricanes, nach dem 78:60 (51:36) im Niedersachsenduell der Basketball-Bundesliga überrascht bis beeindruckt.

Spätestens nach diesem Spiel dürfte sich Osnabrücks Trainerin Juliane Jöhne wohl mächtig geärgert haben, dass sie im September Shay Selby weggeschickt hatte – offiziell wegen einer Schulterverletzung. Doch seit sie bei den Hurricanes spielt, ist bei der US-Amerikanerin nichts mehr davon zu spüren. Und so zeigte die Aufbauspielerin ihrem alten Team und Schlusslicht die Krallen. „Ich war definitiv motiviert, wollte ein gutes Spiel zeigen und gewinnen“, betonte sie.

Selby war am Ende mit 16 Punkten – davon zwei Dreier –, sechs Rebounds, drei Assists und zwei Steals die zweiteffektivste Akteurin hinter Mitspielerin Kierra Mallard (20 Punkte, sieben Rebounds). „Ja, es war schon ein gutes Spiel“, fand sie selbst. Zumal ihre Nachfolgerin in Osnabrück, Jasmine Thomas, bei zehn Punkten gehalten wurde. Und auch daran hatte sie wesentlichen Anteil, wie auch ihr Coach wusste: „Nicht nur die Statistik zählt für mich. Shay hat mir auch durch ihre harte Arbeit gegen Thomas gefallen“, betonte Holesovsky.

Dabei hatte Osnabrück personell noch zugelegt und erstmals die Portugiesin Juiana Livulo aufgeboten – mit elf Punkten und sechs Rebounds fügte sie sich recht ordentlich ein. Apropos Rebounds: Hier waren die Hurricanes deutlich mit 34:44 im Hintertreffen, gestatteten Osnabrück immer wieder die zweite Chance – und trotzdem geriet der Sieg nie in Gefahr, auch weil die Panthers nicht zubissen. „Der Unterschied war, dass wir zwar die Rebounds verloren haben, aber dafür 18 Steals hatten und 19 Turnovers bei Osnabrück provoziert haben“, merkte Holesovsky an. Hinzu kam eine sehr gute Trefferquote: 51 Prozent waren es bei den Zweiern, 40 Prozent bei den Dreiern. Allein sieben von 13 Würfen aus der Distanz fielen bereits in der ersten Hälfte durch das Netz – das war vorentscheidend.

Insbesondere im zweiten Viertel ließ der Gastgeber vor mehr als 550 Zuschauern – darunter auch die Ex-Coaches der Hurricanes, Christian Greve und Roland Senger – abreißen. In der 20. Minute erzielte Centerin Mallard per Dreier erstmals eine 17-Punkte-Führung. Und sie schmolz bis zum Ende nur unwesentlich. „Ich hätte gedacht, dass es enger wird“, meinte auch Shay Selby, die mit ihren Mitspielerinnen noch eine Zusatzschicht zu absolvieren hatte: Die rund 80 Hurricanes-Fans hörten erst auf zu trommeln und zu rufen, als die Mannschaft aus der Kabine heraus und auf die Tribüne zu ihnen hinauf kam.

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