Hurricanes brechen nach flottem Beginn in Herne ein – Aufholjagd kommt zu spät

Nur 25 Minuten gut ausgesehen

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Es war ein Wechselbad der Gefühle, das die Hurricanes um Kierra Mallard (am Ball) gestern Abend in Herne erlebten – mit dem besseren Ende für die Gastgeberinnen um Lea Mersch (r.).

Aus Herne Berichtet - Matthias FreeseDie Mont-Cenis-Halle des Herner TC bleibt für die Avides Hurricanes eine uneinnehmbare Festung. Auch im mittlerweile dritten Versuch in der Basketball-Bundesliga ging die Spielgemeinschaft aus Rotenburg und Scheeßel dort leer aus und unterlag gestern Abend mit 69:74 (36:33).

Ein starkes erstes Viertel und eine furiose Aufholjagd in der Schlussphase genügten letztlich nicht, weil vor allem das dritte Viertel völlig daneben ging. „Wir müssen mehr als Team zusammenhalten, das habe ich da vermisst“, fand Coach Tomas Holesovsky.

Drei aus vier – es war keine Überraschung, dass Holesovsky von seinem US-Quartett Korinne Campbell aus dem Kader aussortierte, zumal die Flügelspielerin ohnehin Ende des Monats den Verein verlassen wird. Dafür debütierte die jüngste Errungenschaft der Hurricanes, Aufbauspielerin Shay Selby. Zwar nicht von Beginn an, aber am Ende insgesamt 27 Minuten. Ihr Auftritt deckte sich mit der Teamleistung.

Vermisst wurde aber vor allem die erkrankte Hannah Pakulat (Fieber), zudem musste Andrea Baden wegen erneut aufgetretener Schmerzen im Fußgelenk aussetzen. Der erste Durchgang verlief trotz eines anfänglichen 4:8-Rückstands nahezu optimal aus Sicht der Hurricanes. Vor allem Selby brachte viel Wind und besorgte die 19:13-Viertelführung. Als Laura Rahn per Dreier auf 30:19 erhöhte (13.), schienen die Hurricanes auf Kurs zu liegen. Doch weit gefehlt, denn bis zur Pause kam Herne wieder heran, obwohl die Amerikanerin Alexis Harris zwar auf dem Spielbericht auftauchte, aber wegen einer Verletzung nicht eingesetzt wurde und Tiffany Porter-Talbert unter der Woche zum TSV Wasserburg transferiert worden war.

„Wir haben insgesamt 25 Minuten gut ausgesehen, aber die anderen 15 zu lasch gespielt. Das reicht gegen Herne nicht, weil die immer 40 Minuten Gas geben“, stellte Hurricanes-Kapitänin Pia Mankertz fest. Verhängnisvoll war die Phase zwischen der 24. und 30. Minute, als sich die Holesovsky-Crew einen 3:19-Lauf fing. „Das ist schwer zu erklären. Aber auf einmal klappt nichts mehr, man spielt nicht zusammen und nimmt schwierige Würfe“, rätselte auch Mankertz über die Gründe für diesen Einbruch. Herne nutzte diese Schwächephase auch im vierten Viertel weiter aus und zog gar bis auf 18 Punkte zum 71:53 in der 36. Minute durch Katharina Müller weg. Eigentlich die endgültige Entscheidung. Und doch drehten die Hurricanes die Partie mit einer Energieleistung und einer aggressiven Defense fast wieder. Unter anderem zwei Mankertz-Dreier brachten sie bis auf zwei Punkte heran – das 69:71 1:13 Minuten vor dem Ende markierte Kierra Mallard. Doch verpasste die Centerin 24 Sekunden später auch von der Außenposition den Ausgleich, der Herne vielleicht endgültig umgeworfen hätte. Stattdessen konterte Ireti Amojo per Dreier zum 74:69.

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