Hurricanes bereiten sich auf Chemnitz vor / „Trainer steht nicht zur Diskussion“

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Geballte Fäuste als Zeichen des Teamgefühls: Tomas Holesovsky und seine Hurricanes müssen in Chemnitz unbedingt siegen.

Scheeßel - Von Matthias Freese. In der Woche redeten sie viel miteinander – der Vorstand mit der Mannschaft, der Vorstand mit dem Trainer, der Coach mit dem Team und auch die Spielerinnen untereinander. Nun soll auch der Erfolg zurückkehren: Die Avides Hurricanes stehen nach sechs Niederlagen in Serie enorm unter Druck, wenn sie morgen (16.30 Uhr) bei den ChemCats Chemnitz, dem Tabellenzehnten der Basketball-Bundesliga, auflaufen. „Das ist das wichtigste Spiel“, betont auch Utz Bührmann, Vorstand Sport.

„Wer sechs Mal in Folge verliert, ist immer in der Kritik – das ist erlaubt, wenn es sachlich bleibt“, ist sich Bührmann im Klaren darüber, dass auch über die Rolle von Trainer Tomas Holesovsky angesichts der Negativserie gesprochen wird. „Aber er steht nicht zur Diskussion!“

Bührmann ist von der Qualität des Kaders überzeugt, hält die Play-off-Teilnahme immer noch für realistisch. „Aber das ist kein Selbstgänger.“ Schon gar nicht, wenn das Selbstvertrauen ziemlich geschmolzen ist. Jeder Bruch im Spiel ist momentan verhängnisvoll – da machte die jüngste Partie gegen den TV Saarlouis (70:91) keine Ausnahme. Ein Aufbäumen ist dann nicht erkennbar – oder erst, wenn der Gegner längst seine Schäfchen im Trockenen hat.

Und auch auf der Bank herrscht meist Tristesse statt bedingungslose Unterstützung. Auffällig: Als es gegen Saarlouis nicht lief, war Physiotherapeutin Anna-Lena Meinke oft die einzige, die klatschend anfeuerte. „Das ist eine Typ-Sache. Wir hatten früher mit Kata Takács oder Constanze Wegner extrovertierte Spielerinnen, die die anderen mitgerissen haben – jetzt sind es eher ruhige, introvertierte Zuschauer auf der Bank. Was willst du da machen? Verhaltensregeln aufstellen?“, fragt Bührmann.

Für Tomas Holesovsky ist das ohnehin nicht das Problem. „Wir müssen in der Verteidigung mehr Druck machen“, sagt er. Hinzu kommt eine schwache Wurfquote, die in den vergangenen Spielen aus der Nah- und Mitteldistanz stets bei unter 50, teilweise sogar bei unter 40 Prozent lag.

Immerhin sind sich alle der Situation bewusst und haben reagiert. Intensives Scouting und Videostudium – und Übungseinheiten mit den Oberliga-Männern inklusive Trainingsspiel sollen den Erfolg bringen. „Es war mehr Intensität da, das hat uns nach vorne gebracht. Die Mädels arbeiten sehr gut“, bestätigt Holesovsky. Und eben das soll am letzten Hinrundenspieltag für die Chemnitzerinnen reichen. Die hatten übrigens vergangene Woche noch einmal am Kader herumgebastelt und die amerikanische Aufbauspielerin Brooke Le Mar verpflichtet. Gehen musste dafür die Rumänin Gabriela Cursaru.

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