Hurricanes beenden Krimi in Bad Aibling mit 76:72-Sieg / Harris wieder früh raus

Im Aufsteiger-Duell macht Flasarova den Unterschied

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Gut gemacht, Katarina Flasarova – das fand auch Coach Christian Greve: Die Tschechin kam von der Bank und avancierte zur wichtigsten Hurricanes-Spielerin beim 76:72-Sieg.

Scheeßel - Puh, das war eine ganz schön enge Kiste – doch der 1600-Kilometer-Trip zum Aufsteiger-Duell beim TuS Bad Aibling hat sich für die Erstliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes gelohnt! In einer Partie, die bis fünf Sekunden vor dem Ende auf der Kippe stand, behauptete sich das Team von Coach Christian Greve mit 76:72 (35:31). Den Unterschied machte dabei Katarina Flasarova, die 23 Punkte für die Hurricanes erzielte.

„Sie war schon gut, nicht nur wegen ihrer Punkte, sondern auch wegen ihrer Defense. Damit hat sie uns sehr geholfen, das Spiel zu gewinnen“, lobte Greve seinen Guard, der zwar nicht in der Starting-Five stand, dafür aber von der Bank kommend viele Impulse brachte. Auch vier verwertete Dreier und drei Steals geben annähernd wieder, wie wichtig Flasarova war.

Die Amerikanerin Ashley Harris hängt derweil in einem kleinen Tief fest. Nur ein Punkt und erneut fünf Fouls standen für sie zu Buche. Dabei hatte Greve sie nach dem vierten rausgenommen (26.), sie zwei Minuten später aber für Laura Rahn wieder aufs Feld geschickt. Ganze 27 Sekunden überstand Harris dort, ehe sie sich ihr fünftes Foul erlaubte. „Unglückliche Pfiffe und unglückliche Aktionen“, sah Greve, machte ihr aber keinen Vorwurf.

Die Hurricanes starteten eigentlich souverän in die Partie, führten nach sechs Flasarova-Punkten in Folge mit 20:9 (10.) und einem weiteren Dreier der Tschechin mit 23:11 (11.). Doch statt weiter davonzuziehen, ließen die Hurricanes den Mitaufsteiger vor rund 800 Zuschauern herankommen. „Wahnsinn, in der Halle war es eng und extrem laut. Da werden sich noch andere umgucken. Da können wir einen Haken hinter machen, dass wir in der Hölle bestanden haben“, meinte Greve. Während sein Team in der Verteidigung nicht mehr so aggressiv agierte und sich zu viele Ballverluste erlaubte, wurden die Bad Aiblingerinnen immer stärker. Die Kanadierin Emma Duinker warf gleich drei Dreier im zweiten Viertel, zum anderen hatten die Hurricanes eine lange Zeit miserable Freiwurf-Quote. Und stets, wenn die Damen aus „Rotenburg an der Scheeßel“ – wie es Bad Aibling in seiner Spielankündigung schrieb – den Vorsprung vergrößerten, hatten die Fireballs aus Bayern eine Antwort parat. Die Führung gaben die Hurricanes aber nicht mehr ab – auch nicht, als Bad Aibling Stop the clock spielte. Da fielen plötzlich auch die Freiwürfe hochprozentig rein, sodass drei späte Dreier den Gastgeberinnen nicht reichten. Die letzten fünf Sekunden standen die Bayern sogar nur zu viert auf dem Feld: Lena Bradaric und Carla Bellscheidt hatten sich rausgefoult, Stefanie Pölder war die letzte Deutsche im Kader.

maf

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