Linksverteidiger kehrt zum TV Sottrum zurück / „Möchte wieder gesetzt sein“

Hüsing ist wieder „zu Hause“

Joshua Hüsing kehrt zum Bezirksliga-Tabellenführer TV Sottrum zurück. Erst im vergangenen Sommer hatte er seinen Heimatverein verlassen und sich der FSV Hesedorf/Nartum in der Kreisliga angeschlossen.
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Joshua Hüsing kehrt zum Bezirksliga-Tabellenführer TV Sottrum zurück. Erst im vergangenen Sommer hatte er seinen Heimatverein verlassen und sich der FSV Hesedorf/Nartum in der Kreisliga angeschlossen.

Sottrum – Dariusz Sztorc brauchte nur drei Worte, um seine Freude über die Nachricht auszudrücken. „Willkommen zu Hause“, schrieb der Coach des TV Sottrum per Whatsapp an Joshua Hüsing, nachdem dieser beim Trainer seine Zusage zur Rückkehr zum Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga gab. „Ja stimmt, das hat er mir geschrieben“, berichtet der Neuzugang lachend.

Erst im vergangenen Sommer hatte Hüsing den Wieste-Club verlassen und hatte sein Glück bei der FSV Hesedorf/Nartum versucht. Nun folgt der Schritt zurück.

„Ich freue mich am meisten auf viele bekannte Gesichter und ein gewohntes Umfeld. Ich freue mich auf mein zu Hause, den TVS“, sagt der Linksverteidiger. Noch vor einem halben Jahr wollte er aus seiner Heimat mal ausbrechen und etwas Neues wagen. Immerhin hatte er seine gesamte Laufbahn in dem Verein verbracht. Freiwillig kehrte Hüsing in die Kreisliga zurück, um unter seinem ehemaligen Sottrumer Coach Vitalij Kalteis aufzulaufen und mit seinem besten Kumpel Niklas Niestädt zu kicken. In der aktuell unterbrochenen Saison absolvierte Hüsing jedoch nur zwei Partien.

Stattdessen zog sich der Linksfuß im Herbst zurück. „Ich musste nach nur drei Monaten bei meinem neuen fußballerischen Projekt aus gesundheitlichen und privaten Gründen eine Auszeit nehmen“, erklärt der Sottrumer. Auch eine längere Fußballpause stand bei dem Defensivmann im Raum. „Erst habe ich an eine lange Auszeit gedacht, dann wieder an eine Rückkehr. In meinem Kopf sind viele Gedanken herumgeschwirrt“, sagt Hüsing. Am Ende sollte es ein Verein werden mit einem gewohnten Umfeld. „Da blieb nicht mehr viel Auswahl“, meint Hüsing lachend.

Hüsing dachte an lange Fußball-Pause

Mit seinem Hesedorfer Coach Kalteis stand er die ganze Zeit in engem Austausch über seine Gedanken. „Er hat mir wahnsinnig geholfen und mich unterstützt“, betont der 23-Jährige. Von einem Verbleib beim neuen Verein überzeugen ließ sich Hüsing jedoch nicht mehr. Als dann vor einigen Tagen auch sein Kumpel Niestädt Hesedorf/Nartum in Richtung VfL Visselhövede verließ, stand die Entscheidung fest. „Ich möchte mich trotzdem bei Hesedorf bedanken, obwohl ich nur kurz FSV-Luft geschnuppert habe.“

Zumindest Sottrums Trainer Sztorc findet den Schritt seines neuen Mannes hervorragend. Bereits im Frühjahr hatte er noch vehement darum gekämpft, dass Hüsing gar nicht den Bezirksligisten verlässt. Hüsing hatte bereits vor dem Amtsantritt von Sztorc seinen Wechsel angekündigt und stand zu seinem Wort. Nun bekommt der Coach aber einen Wunschspieler im zweiten Anlauf. „Ich freue mich total, dass wir so einen Spieler dazubekommen“, erzählt der Pole.

Sztorc hat eine große Linksfuß-Fraktion

Allerdings rollt er seinem Rückkehrer keinen roten Teppich aus. Zwar war Hüsing jahrelang bei dem Wieste-Team hinten links Stammspieler und war bei der Kreisliga-Meisterschaft 2018 eine wichtige Säule. Doch inzwischen ist die Konkurrenz deutlich gewachsen. „Wir hatten ein ehrliches Gespräch und sind im Reinen“, bestätigt Sztorc und verweist auf die Linksfuß-Fraktion. Mit Eike Buckenberger, Lennart Holzkamm, Brian Sztorc und Hüsing stehen nun vier Defensivleute mit einem starken linken Fuß zur Verfügung.

Vor allem Holzkamm avancierte in Abwesenheit von Hüsing zur Erfolgssäule. Deshalb gibt es vom Neuzugang keine Kampfansage. „Ich gehe erstmal ohne Erwartungen an die Sache heran und werde mich Stück für Stück wieder herankämpfen“, weiß der Verteidiger um seinen Fitness-Rückstand. Trotzdem fügt er an: „Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich sehr ehrgeizig bin. Ich will natürlich irgendwann wieder ein gesetzter Spieler sein.“

Damit das etwas wird, hat der Neuzugang trotz der Fußball-Pause bereits seine Vorbereitung begonnen und ist bei Dauerläufen anzutreffen.

Von Vincent Wuttke

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