Nach kurzfristiger Kohfeldt-Absage muss TGLR-Boss Rathjen umdisponieren

Horsch springt in die Bresche

Thomas Horsch sprang kurzfristig für Florian Kohfeldt ein – kam bei den 39 Übungsleitern, die in Heeslingen dabei waren, aber gut an. - Foto: Krause

Heeslingen - Von Manfred Krause. Das Thema „Variabilität in der Spieleröffnung“ verfehlte seine Wirkung nicht. Bei der 89. Veranstaltung der Trainergemeinschaft Landkreis Rotenburg (TGLR) im Heeslinger Waldstadion erschienen 39 Übungsleiter – nur der angekündigte Referent hatte sich kurzfristig geändert. Thomas Horsch, Co-Trainer der U 23 des SV Werder Bremen, war spontan eingesprungen, da „sein Chef“ Florian Kohfeldt abgesagt hatte.

Dass Fußball-Lehrer Kohfeldt, bis zur Entlassung von Viktor Skripnik Co-Trainer in der Bundesliga, jetzt verantwortlich für Werders U 23, am Montagmorgen absagte, trieb Gerd Rathjen, Leiter der TGLR, bereits vor dem Frühstück die Schweißperlen auf die Stirn. „Als Florian mir mitteilte, dass er aus Termingründen nicht kommen könne, sah ich die Veranstaltung als geplatzt an. Doch mit Thomas Horsch stand ein sehr guter Ersatz zur Verfügung“, so Rathjen.

Der 48-jährige Fußball-Lehrer ist seit dem 1. Januar 2017 Co-Trainer der U 23, agierte zuvor unter anderem als Bremer Stützpunkt-Koordinator und schlug beim Bundesligisten bereits erste Pflöcke ein. Das Thema „Offensiv-Struktur“ rückte in den Mittelpunkt. „Wie wollen wir spielen? Das wurde thematisiert und die Sache haben Florian und ich entwickelt“, so Horsch, der am Flipchart und mit Video-Sequenzen aufzeigte, wie die Spieleröffnung zum Beispiel über die Innenverteidiger ausschauen kann.

„Ein gute Mischung sollte das Offensivspiel haben, der Mut zu spielen ist zudem wichtig“, so Horsch, der nach der theoretischen Einführung mit dem Oberliga-Team des Heeslinger SC in die Praxis einstieg. Dort wurde er schnell mit den Spielern warm. Die Ansprache stimmte, Korrekturen waren schlüssig. In gut einer Stunde wurden vier unterschiedliche Spielformen trainiert. „Die Ballkontrolle ist wichtig. Mit dem zweiten Kontakt sollte der Pass gespielt werden“, so Horsch an Bennet Lahde gerichtet, der nach den aufbauenden Worten schnell die Nervosität ablegte.

„Das Thema war für mich der Grund, nach Heeslingen zu kommen. Thomas hat das sehr gut vermittelt und war mehr als nur Ersatz“, sagte Gerd Buttgereit. Der Coach des Bezirksligisten SV Lilienthal/Falkenberg unterstrich aber auch, dass die Umsetzung im Trainingsalltag schon eine Herausforderung darstellt. „Ein gute technische Ausbildung ist wichtig“, so Buttgereit.

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