Rustikale Ahlerstedter nehmen Punkte mit

Horrorspiel für den RSV: Wulff und Mickelat schwer verletzt

Im Duell zwischen dem RSV und Ahlerstedt ging es hoch her: Nicht nur im Luftduell zwischen Michel Müller (links auf dem linken Bild) und Marcel Brunsch. Björn Mickelat (Bild rechts, auf dem Boden) und Mathis Wulff schieden sogar schwer verletzt aus. - Fotos: Freese
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Im Duell zwischen dem RSV und Ahlerstedt ging es hoch her: Unter anderem im Luftduell zwischen Michel Müller und Marcel Brunsch.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Die Spielvereinigung Ahlerstedt/Ottendorf hat Spuren im Ahestadion hinterlassen. Nicht im Rasen – vielmehr an den Füßen der Gegenspieler. Mit Mathis Wulff und Björn Mickelat mussten gleich zwei schwer verletzte Routiniers des Rotenburger SV nach übertrieben harten Fouls ins Krankenhaus. Die selbstverschuldete 0:2 (0:1)-Heimniederlage des Fußball-Landesligisten gegen die rustikalen Gäste war da hinterher nur noch ein Randthema beim Wümmeclub.

„Mathis hat die Diagnose Mittelfußbruch erhalten. ,Micky‘ hat den Fuß in Gips. In fünf Tagen muss er in die Röhre. Wenn wir Glück haben, sind ,nur‘ alle Bänder kaputt und der Knochen ist heile“, teilte Coach Tim Ebersbach noch am Abend mit. Seine Verärgerung hatte er bereits nach dem Spiel vorsichtig formulierend zum Ausdruck gebracht: „Ich bin mal gespannt, ob da eine Entschuldigung kommt“, meinte er und spielte auch auf die aufgeheizte Stimmung während der Partie an: „Wie die aufgetreten sind, da ärgert mich die Niederlage umso mehr, weil nicht die bessere Mannschaft gewonnen hat.“

Ahlerstedts Marcel Brunsch, der in der Schlussminute so übertrieben hart an der Seitenlinie gegen den enteilten Mickelat eingestiegen war und nur Gelb vom schwachen Referee Bennet Studte (TSV Lamstedt) bekommen hatte, begab sich unmittelbar nach dem Abpfiff noch kurz zum Verletzten. „Das ist glatt Rot“, urteilte auch Torsten Krieg-Hasch, Sportlicher Leiter des RSV, über das Foul. Carsten Schult, Teammanager des selbsternannten Titelanwärters aus Ahlerstedt, hatte wiederum versucht, auf unfreundliche Art unsere Berichterstattung zu beeinflussen, indem er verbal verhindern wollte, dass wir Fotos vom verletzt vor der Bande liegenden Mickelat machen.

Björn Mickelat schied verletzt aus.

Außenverteidiger Wulff war bereits in der ersten Hälfte ausgeschieden. In der 18. Minute war er mit offener Sohle von Niklas Niekerken weggegrätscht worden (Referee Studte ließ die Gelbe Karte stecken), um nach einer guten halben Stunde das Signal zum Auswechseln zu geben. Für ihn übernahm Andreas Kiel hinten die rechte Seite.

Ärgerlich war die Niederlage aber auch, weil der RSV ein klares Chancenplus hatte. „Acht Hochkaräter“, zählte Ebersbach. Michel Müller hatte eine der dicksten Möglichkeiten zum Ausgleich besessen, als er in der 56. Minute an Keeper Jannis Trapp scheiterte. „Das Ding muss ich machen, aber egal: Das mit den Jungs ist viel schlimmer“, dachte auch er nach dem Blick auf Mickelats geschwollenen rechten Fuß nur noch kurz ans Ergebnis.

Müller von Kollegen im Stich gelassen

Dabei hätte Müller durchaus Grund gehabt, sich über seine Mitspieler zu beklagen. Als defensivster der drei aufgebotenen Sechser ließen ihn in der ersten Halbzeit Stefan Denker und Timo Kanigowski oft im Stich, weil sie zu offensiv agierten und damit viele Räume im Zentrum offenließen. Ahlerstedt erspielte sich dadurch im Mittelfeld ein Übergewicht und kombinierte sich kurz vor der Pause locker in den Strafraum. Jannes Wulff reagierte nach dem Pfostenschuss von Süleyman-Can Yaman schneller als die RSV-Abwehr und traf zur Führung (44.).

Auch Mathis Wulff konnte das Spiel nicht regulär beenden.

Immerhin: Mit klaren Worten stellte Ebersbach sein Sechserproblem zur zweiten Hälfte ab. Denker agierte nun zurückgezogener, Müller etwas offensiver, sodass er mehrere gute Aktionen hatte und hinter Abwehrchef Christoph Drewes bester Rotenburger war. Allerdings kam über die Flügel kaum Gefahr – vor allem über rechts. Da wirkte der Brasilianer Marcello Muniz so unaufmerksam, als würde er in Sottrum an der Bushaltestelle noch darauf warten, mitgenommen zu werden.

Einer von mehreren individuellen Fehlern brachte den RSV weiter ins Hintertreffen. Yaman profitierte von einem Fehlpass, den Lucas Chwolka spielte und zog gekonnt ab – 2:0 (66.). Der RSV ließ wiederum alles liegen. „Wenn wir die Hundertprozentigen machen, können wir denen fünf Dinger einschenken“, haderte Ebersbach. Unter anderem traf Mickelat per Freistoß den Innenpfosten (58.). Auf seine Kreativität und Klasse wird der RSV nun aber wohl lange verzichten müssen.

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