Holzkamm debütiert mit 46

Hoffmann hilft Sottrum ins Halbfinale

Da ist sie, die dicke Chance zur Führung: Visselhövedes Merwan Sabouneh bringt den Ball aber nicht zwischen Timo Löber und Dominik Reuter im Tor unter.

Visselhövede - Von Matthias Freese. Mika Hoffmann benötigte ein Quantum Trost – also schritt sein Trainer Peter Norden nach dem Abpfiff schnell zu ihm. Der Schlussmann des VfL Visselhövede, der todunglücklich in seinem Tor kauerte, wusste nur zu genau, dass seine zwei Patzer das Viertelfinalspiel im Fußball-Kreispokal maßgeblich entschieden hatten. Der Spitzenreiter aus der 1. Kreisklasse Süd hatte den Kreisliga-Dritten TV Sottrum eine Halbzeit lang beherrscht, musste sich am Ende aber mit 1:3 (1:1) beugen.

„Dass wir mit einem 1:1 überhaupt in die Halbzeit gehen, da wird Visselhövede mit hadern. Wenn sie konsequent gewesen wären, hätten wir hier nicht gefeiert“, gestand Sottrums Coach Vitalij Kalteis, der gleich neun Spieler auf der Absagenliste notiert und deshalb eine neue Innenverteidigung ins Spiel geschickt hatte – neben Dominik Reuter lief eine Halbzeit lang Leif Heinsohn, eigentlich nur noch Ersatzkeeper, hinten auf. Zur Pause stellte Kalteis um, schickte Finn Herwig nach hinten, brachte mit Davit Machankaladze einen Zweite-Herren-Spieler auf dem Flügel und wechselte in der Schlussminute sogar Fußball-Boss und S 40-Spieler Thomas Holzkamm ein – Debüt in der Ersten mit 46 Jahren! „Das Restrisiko war gering“, erinnerte Kalteis an die 3:1-Führung.

Ungewöhnliches Debüt: Thomas Holzkamm (r.) kommt für Steffen Mech. - Fotos: Freese

Vor allem Patrick Peter hatte mit seiner Klasse und seinem Antritt die Sottrumer aber lange Zeit „ein paar Mal aufgemischt“, wie Kalteis bemerkte. Der frühere Oberligaspieler hatte auch die dicke Chance zum 2:1, die Heinsohn auf der Linie zunichte machte (21.). Zudem leitete Peter einen weiteren Hochkaräter ein. Sturmpartner Merwan Sabouneh brachte den Ball aber nicht an Reuter und Timo Löber vorbei (44.).

So blieb es zur Pause beim schmeichelhaften 1:1 für die Gäste. Der auffällige Vincent Teitz hatte früh für die Heidestädter eingeköpft (13.), Sottrums Andrej Edel danach einen Fauxpas von Innenverteidiger Marten Schwarz ausgenutzt (18.). „Wenn du so ‘ne Dinger liegen lässt und dann solche Geschenke verteilst, kannst du nicht gewinnen“, meinte Visselhövedes scheidender Trainer Peter Norden, der damit weiter auf den Gewinn des Kreispokals warten muss. Er betonte aber auch: „Ich fand unsere Leistung nicht so schlecht, wir haben gut gegengehalten.“

Schmerzhafter Moment: Visselhövedes Vincent Teitz (sitzend) wurde von Leif Heinsohn (2.v.r.) gefoult. Viktor Herber pfiff die Aktion.

Mit dem 2:1 durch Marvin Meyer kippte das Spiel vor 150 Zuschauern „in Richtung Sottrum“, wusste auch Norden. Der Flügelläufer der Gäste hatte von der linken Seite den Ball nach innen befördert, Hoffmann unterlief ihn. (61.). „Ich wusste, dass ich mit Schnitt zum Tor schieße, aber das war eher als Flanke gedacht“, gestand Meyer. Auch beim 3:1 setzte er sich gegen Hoffmann durch, weil dieser viel zu weit aus seinem Kasten geeilt war, den Sottrumer aber nicht an der Strafraumgrenze vom Ball trennen konnte. Matthias Michaelis brachte das folgende Zuspiel schließlich im leeren Tor unter (78.). Visselhövede warf noch einmal alles nach vorne, blieb aber im Abschluss ungefährlich.

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