Sottrums Mittelfeldmann für zwölf Monate gesperrt

Höchststrafe für Bezek

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Bis Siwan Bezek wieder gegen den Ball treten darf, wird es noch dauern. Das Kreissportgericht hat ihn für zwölf Monate gesperrt.

Sottrum - Von Mareike Ludwig. Höchststrafe für Siwan Bezek: Der Mittelfeldspieler des Fußball-Kreisligisten TV Sottrum wurde vom Kreissportgericht für zwölf Monate gesperrt.

Damit darf der 22-Jährige, der in der Partie gegen den TuS Fintel seinen Gegenspieler Florian Holsten nach einem Wortgefecht mit einem Kopfstoß zu Boden gestreckt hatte (wir berichteten bereits ausführlich), erst am 17. August 2014 wieder am Spielbetrieb teilnehmen.

„Siwans Tat ist nicht zu entschuldigen und gehört be straft. Dass das Strafmaß so drastisch ausfällt, schockt mich aber. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Gleichwohl sage ich aber, dass sein Verhalten in keinster Weise zu entschuldigen ist. Er hat damit auch der Außendarstellung unseres Vereins geschadet. Der Junge muss nun die Konsequenzen dafür tragen“, erklärt Coach Ralf Brockmann.

Peter Graff, Vorsitzender des Kreissportgerichts, begründet auf Nachfrage dieser Zeitung seine Entscheidung damit, dass das Strafmaß der bisherigen Rechtssprechung entspreche. „Es handelt sich bei diesem Fall um eine brutale Tätlichkeit. Hinzu kommt, dass der Ball während des Kopfstoßes geruht hat und es sich somit um eine vorsätzliche Tat handelt“, so Graff, der den beiden betroffenen Vereinen in den nächsten Tagen das Urteil schriftlich zukommen lassen wird.

Da es sich laut des Vorsitzenden um eine „eindeutige Sachlage“ gehandelt hat, kam es zu keiner mündlichen Verhandlung. „Siwan Bezek hat in seiner Stellungnahme den Kopfstoß zugegeben, sodass es für uns daran keine Zweifel gab“, begründet Graff.

Damit hat Bezek die höchste Strafe, die das Kreissportgericht selbst aussprechen darf, verhängt bekommen. Es gebe nur noch den Zusatz, beim Niedersächsischen Fußballverband (NFV) einen Antrag auf Ausschluss aus dem Verband zu stellen. Dadurch wäre Bezek in Niedersachsen nicht mehr spielberechtigt gewesen. „Das haben wir aber nicht gemacht, da sich Siwan Bezek für sein Verhalten entschuldigt hat und im Vorfeld – auch wenn das seine Tat natürlich nicht rechtfertigt – provoziert wurde“, betont Graff.

Der TV Sottrum hätte nun die Möglichkeit, beim Bezirkssportgericht Widerspruch gegen das Urteil einzulegen. „Das werden wir aber nicht machen, denn was wollen wir dadurch erreichen? Siwan muss die Sperre jetzt ausstehen“, sagt Brockmann.

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