Westervesedes Bastian Kuschkewitz über die Kapitänsbinde und Martin Illinger

„Hierarchien gibt es nicht“

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Westervesedes Kapitän Bastian Kuschkewitz glaubt fest an den Klassenerhalt in der Kreisliga.

Kreis-Rotenburg - Von Mareike LudwigWESTERVESEDE · Er ist so etwas wie die treue Seele des Vereins: Seit mittlerweile 23 Jahren trägt er das Trikot des SV BW Westervesede. Ein Wechsel kam für den heute 28-jährigen Bastian Kuschkewitz nie infrage, da es eine „echte Herzensangelegenheit“ für ihn ist. Mittlerweile ist der gelernte Bankkaufmann Kapitän des Fußball-Kreisligisten. Vor der Partie gegen den VfL Sittensen spricht er über seine Familie, den schlechten Angriff und seine Position.

Herr Kuschkewitz, in den bisherigen 13 Partien hat Ihre Mannschaft nur 14 Tore geschossen. Ist der Angriff das Problem?

Bastian Kuschkewitz:Ja. Uns fehlt so einer wie Martin Illinger (Goalgetter des TV Stemmen, Anm. d. Red.), der auch mal ein Spiel alleine entscheiden kann. Wir haben bei uns aber leider keinen Killer. Das ist unser Defizit.

Aber Sie spielen doch vorne drin ...

Kuschkewitz:Das stimmt zwar, doch kam es eher aus der Not heraus. Ich würde mich daher als „Stürmer auf Abruf“ bezeichnen.

... der seit dieser Saison die Kapitänsbinde trägt.

Kuschkewitz:Am Auftreten innerhalb der Mannschaft hat sich aber nichts verändert. Sicherlich habe ich dadurch mehr Verantwortung, aber Hierarchien gibt es bei uns nicht.

Auch nicht Ihrem jüngeren Bruder Simon gegenüber?

Kuschkewitz:Wir haben eine gute Beziehung zueinander und sind gegenüber dem anderen sehr kritikfähig. Wenn es zwischen uns auf dem Platz mal lauter wird, ist es danach aber wieder sofort vergessen.

Ihr Vater Dieter ist zudem auch noch Vorsitzender des Vereins. Ihre arme Mutter ...

Kuschkewitz:(lacht) Das wesentliche Thema ist zu Hause auf jeden Fall Fußball. Meine Mutter ist aber auch sehr interessiert und immer bei den Spielen dabei.

Morgen kommt mit dem VfL Sittensen ein direkter Konkurrent. Ist ein Sieg Pflicht?

Kuschkewitz:Es ist definitiv ein Schlüsselspiel. Wenn wir gewinnen, halten wir Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen. Ich bin optimistisch, dass es klappt. Wir haben zuletzt ansprechende Leistungen gezeigt und den Respekt vor der Liga langsam abgelegt.

Also ist der Klassenerhalt – trotz des derzeitigen Vier-Punkte-Rückstands zum rettenden Ufer – ein realistisches Ziel?

Kuschkewitz:Ich halte es auf jeden Fall für möglich, da die spielerische Klasse vorhanden ist. Wenn wir dieses Jahr noch ein Spiel gewinnen, haben wir eine zweistellige Punktzahl geschafft. Und dann hoffe ich, dass wir gut aus der Winterpause starten.

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