Rückraumspieler beschert schwachen Rotenburgern einen Punkt gegen Achim/Baden

Heyber hält die Fahne hoch

Selten kam der TuS Rotenburg so frei zum Wurf wie hier Jens Koch. Der Spielmacher kam zu drei Toren gegen die SG Achim/Baden – doch insgesamt enttäuschte sein Team im Derby, das 31:31 endete. - Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Wenn bei den Musikeinspielungen schon Schlagerstar Roland Kaiser herhalten muss, dann ist es um die Oberliga-Handballer des TuS Rotenburg nicht gut bestellt. „Ich glaub‘, es geht schon wieder los. Das darf doch wohl nicht wahr sein“, dröhnte es gleich mehrmals aus den Boxen in der Pestalozzihalle. Ausgerechnet im Derby gegen die SG Achim/Baden setzte der Aufsteiger sein aktuelles Leistungstief fort, kam nach zuletzt zwei Niederlagen aber immerhin noch zu einem 31:31 (15:16), weil Torjäger Sören Heyber 66 Sekunden vor Schluss ausglich. „Ein unverdienter Punktgewinn für uns“, betonte Coach Nils Muche.

Rotenburgs Teammanager Michael Polworth, dieses Mal auch als Hallensprecher gefordert, hatte das Remis nach Aufzählung einiger statistischer Werte beider Teams bereits vorher prognostiziert. „Ein gerechtes Unentschieden“, fand auch Achim/Badens Co-Trainer Thorben Schmidt, der den verhinderten Coach Tobias Naumann vertrat. Dabei hatte Schmidt mit mehreren Handicaps fertig werden müssen. Im Rückraum fehlte ihm neben dem Langzeitverletzten Dennis Summa (wechselt zur nächsten Saison zum Spitzenreiter SG VTB/Altjührden) auch Florian Block-Osmers, dessen Lücke aber Steffen Fastenau gut schloss. Ab der 30. Minute verabschiedete sich allerdings auch der Halblinke Jan Mühlbrandt, der bis dato fünf Tore erzielt hatte. Er leistete sich eine kleine Wrestlingeinlage, als Luka Bruns per Tempogegenstoß dem Achimer Tor entgegeneilte und sah Rot von den souveränen Unparteiischen Volkmar Hustedt/Heiko Bujalla (TSV Daverden/TV Oyten). „Er ist ja nur auf den Hals gegangen“, stellte Hustedt fest. Und Schmidt räumte ein: „Die Rote Karte kann man vertreten, er geht aktiv dahin.“

Doch die Rotenburger, die zu diesem Zeitpunkt einen 9:14-Rückstand (21.) fast wieder wettgemacht hatten, nutzten den personellen Vorteil in der zweiten Hälfte nicht aus. Sie gingen zwar durch Patrick Zahn erstmals mit 17:16 in Führung (33.), waren aber fortan nicht effektiv genug und scheiterten immer wieder am starken Keeper Arne von Seelen. Apropos Schlussleute: Egal, wer bei den Gastgebern drin stand – die sonst so zuverlässigen Yannick Kelm und Denis Jäger waren völlig außer Form und ließen auch so einige haltbare Bälle passieren.

So zog Achim/Baden durch Jan Wolters auch wieder auf drei Tore davon – 25:22 (48.). Rotenburg hatte längst Max Nowosadtko als Wachhund für Spielmacher Marvin Pfeiffer abgestellt, in der Schlussphase kümmerte sich Jens Behrens auch noch um Wolters. „Die Manndeckung hat uns kurz aus dem Konzept gebracht, aber wir haben es dann gelöst“, fand Schmidt.

Nils Muche war hingegen spätestens ab der zweiten Minute auf 180 und auch nach dem Spiel schwer zu besänftigen. Respekt zollte er seinem Team allein für die kämpferische Leistung. Aber: „Wir haben es nicht geschafft, zu Anfang Ruhe reinzubringen. Wir haben uns Würfe genommen, die wir so nicht besprochen hatten und haben defensiv im taktischen Bereich nicht das gemacht, was ich gesagt habe. Zwei, drei Spieler sind aus dem System ausgebrochen“, bemerkte er und verabschiedete sich Richtung Kabinengespräch.

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