Heute zu 96, Sonntag kommt Egestorf / „Gute Quote für potenziellen Absteiger“

Der letzte Strohhalm

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„Relativ entspannt“ – auch wenn Jan Fitschen weiß, dass es nicht mehr ganz weit nach oben geht.

Rotenburg - Jeden Monat unternehmen die Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV abseits des Platzes etwas gemeinsam. „Das machen wir generell so“, verrät Trainer Jan Fitschen. Teambuildung nennt sich das. Freitag startet die Mannschaft um 17 Uhr zusammen mit Sponsoren und Helfern auf Einladung von Hannover 96, dem Gegner des Freundschaftsspiels am 24. Mai, zur Bundesliga-Partie gegen Hertha BSC. Ernst wird’s für die abstiegsbedrohten Rotenburger dann wieder am Sonntag. Um 15 Uhr gastiert der 1. FC Germania Egestorf/Langreder im Ahe-Stadion.

Bei noch acht ausstehenden Partien und 13 Punkten Rückstand auf den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz weiß auch Fitschen, wie aussichtslos die Lage eigentlich ist. „Wir sind trotzdem relativ entspannt. Wenn’s reicht, dann reicht’s – wenn nicht, dann nicht. Wir können ja nicht beeinflussen, ob vielleicht noch welche hopsgehen.“

Danach sieht es derzeit ohnehin nicht aus. Die Rotenburger können sich höchstens an einen anderen Strohhalm klammern, bei dem der Viertletzte doch noch die Klasse halten würde. Sollte der FC St. Pauli aus der 2. Bundesliga absteigen, müsste die Reserve der Kiezkicker aufgrund der DFB-Bestimmungen nämlich aus der Regionalliga zwangsabsteigen. Das wiederum hätte zur Folge, dass ein Team weniger in die Oberliga Niedersachsen runterkäme. Sollte letztlich nur ein Verein in eben diese absteigen und zudem der Oberliga-Vizemeister aufsteigen, müssten auch nur die letzten drei Clubs die Oberliga verlassen.

Fitschen kennt diese Rechenspielchen und verspricht, dass sich sein Team so oder so bis zum Schluss reinhängt. „Wir sind kein Fallobst, wir spielen auf keinen Fall wie ein Absteiger“, sagt er mit Vehemenz. Und er verweist auf die bisherigen Ergebnisse nach der Winterpause: „Da haben wir in jedem Spiel mindestens zwei Tore geschossen. Für einen potenziellen Absteiger ist das doch eine sehr gute Quote“, findet er. „Wir sind nach vorne sehr gefährlich. Und hätten wir nicht eine so katastrophale Hinserie mit den vielen Verletzten gespielt, würden wir jetzt im Mittelfeld herumdümpeln.“

Die Personallage ist auch gegen den Tabellensechsten Egestorf gut, einzig Tobias Kirschke (Adduktorenprobleme) und Fehsi Celik (private Gründe) fallen weiter aus. Eine Überraschung gegen den einstigen Titelfavoriten, der hinter den Erwartungen geblieben ist, scheint also nicht ausgeschlossen.

maf

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