Heute Abend 4:2 nach Elfmeterschießen in Uelzen – erstmals im Viertelfinale

Friauf verwandelt und läutet Rotenburgs Pokal-Party ein

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Geschafft, aber glücklich: Dragan Muharemi zog mit dem Rotenburger SV gestern ins Viertelfinale des NFV-Pokals ein – ein Novum, zumindest in der jüngeren Vereinsgeschichte.

Rotenburg - Erfolgreiches Ende eines stressigen Abendausflugs für die Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV: Beim Liga-Neuling SV Teutonia Uelzen zog der Wümme-Club heute Abend mit 4:2 (0:0) nach Elfmeterschießen ins Viertelfinale des NFV-Pokals ein und steht erstmals seit einer Ewigkeit unter den letzten Acht. „Nur“ noch zwei Siege sind es bis zum Finale und damit der Qualifikation für den DFB-Pokal.

Allerdings wird die Aufgabe nicht einfacher: Bis auf den Landesligisten TSC Vahdet Braunschweig sind ausschließlich höherklassige Teams noch im Los-Topf für die nächste Runde am 20. August – der SV Meppen, der Lüneburger SK Hansa, die FT Braunschweig, der TSV Havelse, der VfB Oldenburg und der Sieger der noch ausstehenden Partie Goslarer SC - VfL Osnabrück. Der Niedersachsen-Pokal – er ist aber auch so schon ein nettes finanzielles Zubrot. Als Viertelfinal-Teilnehmer sind 2000 Euro als Prämie vom Verband schon sicher.

Dabei verlief die Reise ins nordöstliche Niedersachsen alles andere als optimal. Da der RSV aufgrund mancher berufstätiger Akteure später als geplant los kam, traf er auch erst 20 Minuten vor dem offiziellen Anpfiff ein. Die Partie wurde deshalb mit einiger Verzögerung von Referee Marco Gewecke (BSV Gleidingen) angepfiffen – das Elfmeterschießen fand dann bei einbrechender Dämmerung statt, da es auch im Sportpark am Königsberg – ähnlich wie im Rotenburger Ahe-Stadion – kein Flutlicht gibt. Umso unverständlicher ist die Ansetzung des Verbandes mitten in der Woche.

Chancen hatte es schon zuvor vor rund 400 Zuschauern reichlich gegeben – und zwar auf beiden Seiten. Tim Ebersbach (15.), Dragan Muharemi (33.), der eingewechselte und für viel Druck sorgende Jelle Röben (47./64.) sowie Herman Puhmann (84.) scheiterten aber aussichtsreich für den RSV – meist am starken Torwart Moritz Niebuhr. „Die klareren Chancen hatten wir“, stellte Betreuer Jörg Matthies fest. Aber auch Keeper Henner Lohmann musste sich gegen den Oberliga-Austeiger und Bezirkspokalsieger einige Male auszeichnen.

Beim Elfmeterschießen brauchte Rotenburgs Schlussmann nicht mehr groß einzugreifen, denn Roman Razza setzte den Ball über die Latte, Kapitän Thomas Nowak hingegen ans Aluminium. So gelang Pietro Papa zwar die Führung, doch Puhmann, Kevin Klützke und Ebersbach schossen den RSV zum 3:1. Benjamin Tillack verkürzte zwar noch, doch dann verwandelte auch Youngster Aleksandr Friauf vom Punkt, machte mit dem 4:2 alles klar und sorgte dafür, dass sein Team ausgelassen feierte und Vorstandsmitglied Paul Metternich eine Runde für die Mannschaft schmiss.

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