Heute Abend 2:0-Sieg gegen Ostereistedt/Rhade / „Ums Gegentor gebettelt“

Illinger und Jeschke fahren Stemmens Ernte ein

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Stemmens Simon Erdmann (Mitte) hatte als Sechser heute reichlich Arbeit – hier klärt er gegen Ostereistedts Timo Schlesselmann. Rechts sichert Marcel Könemann ab.

Stemmen - Von Matthias Freese. Das Erntefest ist gerettet! Nach einem 2:0 (1:0)-Heimsieg heuten Abend gegen den FC Ostereistedt/Rhade können die Bezirksliga-Fußballer des TV Stemmen guten Gewissens die Feierlichkeiten in Angriff nehmen. Garanten waren Stürmer Martin Illinger mit seinem Doppelpack und Keeper Timo Jeschke, der einen Strafstoß parierte.

Lange Zeit war es jedoch eine zittrige Angelegenheit für die Gastgeber, das wusste auch Coach Heiko Schreiber. „Wichtig ist aber, dass wir die drei Punkte hier behalten haben“, betonte er. Die Entscheidung fiel in der 86. Minute, kurz nachdem Ostereistedt die Viererkette aufgelöst und sich Spielertrainer Matthias Gerdes (44) eingewechselt hatte. Da nämlich sollte sich der überflüssige Ausflug von Gäste-Torwart Lars Neugebauer rächen, als Marcel Könemann den Ball noch in die Mitte beförderte und Illinger vor dem verwaisten Kasten stand – das 2:0 vor rund 100 Zuschauern war bereits sein neuntes Saisontor für den Aufsteiger und jetzigen Tabellensechsten.

Illinger hatte schon zum günstig-frühen Zeitpunkt die Stemmer Führung besorgt, indem er in der elften Minute einen durchgesteckten Ball von Douglas Grun an Neugebauer vorbei ins Tor bugsiert hatte. Doch auch die Mannen aus dem Nordkreis blieben gefährlich, vornehmlich durch Stürmer Mark-Michael Völker, der mit der besten Chance im ersten Durchgang jedoch an Jeschke scheiterte. Für Stemmen verpasste es Douglas Grun, schon vor der Pause auf 2:0 zu erhöhen (41.).

Nach Wiederanpfiff ließen die Schwarz-Gelben nach. Das Passspiel wurde zu ungenau, die unnötigen Ballverluste häuften sich. Und auch die technischen Mängel und die Unsicherheiten in der Defensive nahmen zu. Auf Timo Jeschke war jedoch Verlass. Als Kapitän Nils-Ole Beckmann in der 57. Minute Stephan Enghard von den Beinen holte und Referee Tim Blazeczak (TuS Nenndorf) auf den Punkt zeigte, wehrte der Keeper den hart, aber halbhoch getretenen Strafstoß von Völker ab. „Mit dem Elfmeter hätte es kippen können – ärgerlich, denn verdient wäre ein Unentschieden gewesen“, fand Matthias Gerdes. Auch Heiko Schreiber gestand: „In der zweiten Halbzeit hatten wir eine Phase, in der wir ums Tor gebettelt haben.“ Doch dann gab’s ja auch noch Martin Illinger …

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