Sottrums Prellballerinnen setzen sich beim Masters in Freiburg die Krone auf / „Nerven wie Drahtseile“

Mit Heinzes „Cocktail“ zum Coup

Zum Knutschen: Karoline Hunold, Annika Sirotenko, Anneke Heinze, Lotte Leussink und Nicole Wessel (v.l.) küssen nach ihrem Masters-Coup den Siegerpokal.

Kreis-Rotenburg - SOTTRUM · Na, das war ja wohl ein gelungener Saisonabschluss! Bei der letzten offiziellen Prellballveranstaltung in dieser Saison, dem Masters, ließen die Damen des TV Sottrum „die Muskeln spielen“ und erkämpften sich zum ersten Mal überhaupt in Freiburg den Titel. Vor drei Jahren wurde dieser Wettbewerb als Ersatz für die Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen ins Leben gerufen, da der Meister ja nun in der Bundesligasaison ermittelt wird.

Die Masters-Teilnehmer müssen sich über die Landesmeisterschaften qualifizieren und werden mit Mannschaften aus der Bundesliga aufgestockt. Sehr zum Bedauern von Sottrums Trainer Volker Heinze traten manche Clubs aber nicht an: „Einige Teams aus dem Norden und Westen haben den weiten Weg und die damit verbundenen Kosten gescheut“, so Heinze. „Aber ich habe wenig Verständnis dafür, dass auch die Süd-Teams schwach vertreten

nIm Finale gegen

nItzehoe triumphiert

waren. Gerade um ihnen den Anreiz der Teilnahme zu geben, wurde dem TV Freiburg der Zuschlag als Ausrichter gegeben.“

Den Erfolg seiner Damen möchte Heinze trotzdem nicht geschmälert wissen, denn das reduzierte Teilnehmerfeld konnte neben vier Bundesliga-Teams, unter anderem mit dem Deutschen Meister TV Berkenbaum, außerdem noch mit dem MTV Itzehoe den letztjährigen Drittplatzierten bei der DM der Frauen 30 aufweisen. Entsprechend groß war die Freude beim TV Sottrum über diesen Erfolg, der eine von vielen Ausfällen geprägte Saison zu einem versöhnlichen Ende brachte.

Zunächst spielten die sechs teilnehmenden Teams in einer Vorrunde jeder gegen jeden. Dabei trafen Anneke Heinze, Annika Sirotenko, Karoline Hunold, Lotte Leussink und Nicole Wessel im ersten Match auf das noch sehr junge Team des Ausrichters TV Freiburg St. Georgen, das gegen die glänzend aufgelegten Sottrumerinnen wenig bewegen konnte. Nicht viel besser sollte es in den folgenden Spielen den Bundesliga-Teams TV Baden und Betzdorfer TV ergehen, die beide allerdings nicht in Bestbesetzung antraten. Auch der TV Berkenbaum war nicht in voller Mannschaftsstärke angereist. Diese kleine Schwäche nutzten die Sottrumerinnen gnadenlos aus, um auch dieses Match für sich zu entscheiden. Zum Vorrunden-Endspiel sollte das letzte Match gegen den MTV Itzehoe avancieren. Itzehoe nutzte mit seinen „gefühlten 150 Jahre Prellballerfahrung“ (O-Ton Volker Heinze) eine kurze Sottrumer Schwächephase aus, um sich mit 34:31 zu behaupten.

Als Vorrundenzweiter startete Sottrum in die Zwischenrunde mit Kreuzspielen und nochmaliger Gruppenphase, in der die Spiele gegen Baden und Berkenbaum wiederum gewonnen wurde. Im zweiten Duell mit Itzehoe unterlag das Heinze-Team erneut knapp (28:33), doch trafen die Wieste-Frauen im Endspiel wieder auf die Schleswig-Holsteinerinnen – und machten dieses Mal alles richtig! „Keine Schwächephase, ein super Stellungsspiel und Nerven wie Drahtseile – gegen diesen Cocktail hatte Itzehoe am Ende das Nachsehen,“ strahlte der stolze Trainer.

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