Rotenburgs neuer Innenverteidiger ist ein echter Volltreffer und kein „Karten-König“ mehr

Heinemann stopft das Leck

Kreiszeitung Syke

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseROTENBURG · Dieser Trend macht Mut: Vor der Winterpause kassierten die Bezirksoberliga-Fußballer des Rotenburger SV 38 Tore in 17 Spielen – seit dem Wiederbeginn waren es nur noch zwei Gegentreffer in vier Partien. Da liegt der Verdacht nahe, dass der neue Innenverteidiger Norman Heinemann nicht ganz „unschuldig“ daran ist. In der Tat: Der 29-Jährige räumt mit seiner konsequenten Spielweise nicht nur ab – er begeistert auch Coach Detlef Lehmann: „Norman ist ein Volltreffer“, urteilt dieser.

Gerne nimmt Heinemann den Ball auf, wenn er gefragt wird, woran es liegt, dass der RSV plötzlich eine stabile Defensive besitzt. „An mir“, flachst er, um schnell anzufügen: „Ach Quatsch! Wir haben mit Tim Ebersbach einen Techniker in der Mittelfeldzentrale, der sich für keinen Zweikampf zu schade ist. Daneben spielt mit Kai Jager eine echte Kampfsau. Da kommt in der Mitte wenig durch.“ Wenn doch, weiß Heinemann ja Nils Pohlner, mit dem er schon beim Brinkumer SV erfolgreich dicht gemacht hat, an seiner Seite. „Ich kann mich komplett auf meine Stärken konzentrieren, weil Nils das Dirigieren übernimmt“, erläutert der kopfballstarke Defensivspezialist mit dem Dreitagebart. „Außerdem ist Norman jemand, der mit Tempo hinterhergehen kann“, nennt Coach Lehmann einen weiteren Vorteil des Abwehrrecken.

Zudem schätzt der Trainer Heinemanns offene Art. „Er ist jemand, der Klartext spricht, wenn ihm etwas nicht gefällt.“ So auch nach der Partie gegen Treubund Lüneburg (1:1), wo er die Offensive kritisierte und die Chancenverwertung „stümperhaft“ nannte. Dabei ist der Bremer durchaus moderater geworden. Zu seiner Zeit beim TB Uphusen galt er schon als „Karten-König“, der mehrfach Rot sah. „Da waren auch ein paar unkontrollierte Sachen dabei. Da war ich aber auch noch ein bisschen jünger“, lacht Heinemann heute darüber.

Dass beim RSV das Leck gestopft ist und der Club in den sicheren Hafen einläuft, davon ist der Schiffsbau-Student übrigens mehr denn je überzeugt: „Wir haben jetzt in neun Tagen fast so viele Punkte geholt wie in der ganzen Hinrunde. Der RSV steigt nicht ab“, betont er. Lediglich die zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle im Team stimmen Heinemann nachdenklich. Ihn selbst haben die Hammer-Tage trotz Adduktorenproblemen jedoch nicht zu sehr mitgenommen. „Das lauf’ ich raus – und dann geht’s weiter“, meint er trocken.

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