VfL Visselhövede hat nach 2:0 über SV Löhnhorst doch keinen Spielertrainer

Heidler verschont sich selbst

Jubel: Patrick Peter, Mirko Peter (23) und Kai Jager (verdeckt) feiern das 1:0 und ihre Glatzen. Jonas Teifel (r.) denkt jetzt über einen neuen Haarschnitt nach.
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Jubel: Patrick Peter, Mirko Peter (23) und Kai Jager (verdeckt) feiern das 1:0 und ihre Glatzen. Jonas Teifel (r.) denkt jetzt über einen neuen Haarschnitt nach.

Visselhövede – Viel hätte nicht gefehlt, da wäre aus Thomas Heidler ein Spielertrainer geworden. In den letzten zehn Minuten des Aufsteigerduells in der Fußball-Bezirksliga gegen den SV Löhnhorst machte sich der Coach des VfL Visselhövede an der Seitenlinie motiviert warm. Zwar wechselte er sich letztlich nicht selbst ein, aber „im Notfall hätte ich das auf jeden Fall gemacht“, stellte Heidler klar. Doch so weit ließen es seine Mannen nicht kommen. „Schade, das hätte ich gerne gesehen“, sprach Innenverteidiger Jan-Hendrik Warncke das aus, was sich bestimmt einige im Team gedacht haben. So oder so: „Vissel“ sicherte sich dank einer überzeugenden Leistung den vierten Saisonsieg und erkämpfte sich gegen Löhnhorst einen 2:0 (1:0)-Heimerfolg – auch ohne Heidler.

Anstatt des Trainers liefen für den Gastgeber aber wieder Patrick und Mirko Peter auf. Beide haben ihre Verletzungen auskuriert und gleich ordentlich Schwung reingebracht. „Mit den zwei ist das natürlich ein ganz anderes Spiel“, weiß der Coach. So erwischte seine Mannschaft die deutlich bessere Anfangsphase, hätte durch Chancen von Patrick Peter (8./10.) und Kai Jager (21.) früh in Führung gehen können. Doch der Gastgeber musste sich gedulden. Erst Mirko Peter sorgte für Erlösung – 1:0 (39.). Nach einer scharf hereingespielten Ecke seines Zwillingsbruders segelte der Ball quer durch den Fünf-Meter-Raum und landete vor den Füßen des 31-Jährigen, der nur noch einschieben musste. So durfte „Vissel“ also schon vor der Pause jubeln – besonders Spaß an dem Treffer hatten die Peters und Jager. Die drei hatten ihren eigenen Glatzen-Jubel einstudiert.

Nach dem Treffer flachte die Partie ab und gestaltete sich ausgeglichener. „Man hat gemerkt, dass beide Aufsteiger sind“, kommentierte Heidler. Von den Gästen aus dem Kreis Osterholz ging nur selten Gefahr aus. Wenn es mal drohte, brenzlich zu werden, schaltete sich aber Keeper Max Kregel geschickt mit ein und entschärfte so einige Situationen. Die generelle Chancenlosigkeit der Löhnhorster hatte jedoch noch einen anderen simplen Grund: Ohne großartige Ausnahmen stand Innenverteidiger Vincent Teitz, eine Leihgabe der zweiten Herren, Christoph Oberschelp auf den Füßen. Der Löhnhorster Stürmer, der über eine starke Qualität verfügt, bekam so überhaupt keinen Zugriff auf die Partie. Die Konsequenz? In der 60. Minute ließ er seinen Frust bei einem Foul an „Vissels“ Finn Vollmer heraus und kassierte dafür die Gelbe Karte. Das war bis dato auch die einzig erzählenswerte Situation der zweiten Halbzeit.

Das Spiel plätscherte so vor sich hin – übrigens ebenso wie der anhaltende Regen, der aus dem Aufsteigerduell schnell eine reine Rutschpartie machte. Beide Mannschaften hatten zwar kleinere Chancen, größtenteils spielte sich die Partie aber im Mittelfeld ab. Ein richtiger Spielfluss kam bei den vielen unnötigen Fouls und einer sehr kleinlichen Linie von Schiedsrichter Claas-Frerich Wiegel (TSV Gellersen) nicht auf. Erst in der 80. Minute wurde es noch einmal laut – allerdings eher neben dem Feld. Merwan Sabouneh, ebenfalls eine Leihgabe der zweiten Herren, stand vor seiner Einwechslung, die von der „Vissel“-Bank nahezu frenetisch gefeiert wurde. Manchmal sind es bekanntlich die kleinen Dinge.

So war es auch nur ein minimaler Abstimmungsfehler aufseiten der Gäste, den Mirko Peter in der Nachspielzeit für sich nutzte: In der eigenen Hälfte startete er den Konter, sprintete über das gesamte Spielfeld, um dann vor dem gegnerischen Tor für Angreifer Marcel Fischer querzulegen – 2:0 (90.+2). „Ich bin aber auch einfach ein echter Flitzer“, kommentierte Mirko Peter abschließend lachend.

Von Lea Oetjen

Hielt den Gegner auf Trab: Mirko Peter (l.) ist wieder fit und zeigte – hier gegen Chris Meißner – was er kann.

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