Oberligist gewinnt

McDonalds-Cup: Heeslingen hat die stärksten Nerven

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Das siegreiche Team des Heeslinger SC.

Rotenburg – Von Nicolas Tréboute. Die Sympathien der Zuschauer in der gut gefüllten Rotenburger Pestalozzihalle waren im Finale des McDonalds’s Cup klar verteilt.

Denn als sich Wolfgang Pesch und Leon Linke beim Futsal-Hallenturnier der Herren beinahe spielerisch durch die Defensive des Fußball-Oberligisten Heeslinger SC kombinierten und Pesch den 1:1-Ausgleich für den starken Kreisligisten SG Unterstedt markierte, brandete lautstarker Jubel auf.

Marcello Muniz wurde mit dem Rotenburger SV Letzter.

Am Ende reckte jedoch der Favorit den Siegerpokal in die Höhe – auch weil Unterstedts Daniel Moderau 22 Sekunden vor Schluss frei an Keeper Mauritz Fethke scheiterte. Das kurz darauf folgende Neunmeterschießen entschieden die Heeslinger mit 3:2 für sich, da Pesch und Aleks Friauf vergaben. Böse war Fabian Knappik deswegen aber nicht. „Wir hatten wirklich einige sehr gute Hallen-Kicker dabei und haben auch als Team gut zusammengespielt. Was die reine Technik angeht, müssen wir uns vor keinem Oberligisten verstecken“, erklärte der zufriedene Unterstedter Coach.

Dass Heeslingen am Ende tatsächlich triumphierte, war nach dem ersten Gruppenspiel nicht unbedingt zu erwarten gewesen, als man dem VfL Visselhövede mit 4:6 unterlegen war. Auch im zweiten Duell gegen den TuS Zeven geriet man mit 1:3 ins Hintertreffen, siegte allerdings nach einem Dreierpack des besten Turniertorschützen Can Ercan (sieben Treffer) noch mit 5:4 und zog durch einen ungefährdeten 3:0-Erfolg über den Rotenburger SV ins Halbfinale ein. 

Die Wümme-Elf, bei denen Björn Mickelat als Interims-Coach fungierte und Trainer Tim Ebersbach das Turnier nur als „Tribünen-Adler“ verfolgte, enttäuschte und landete auf dem letzten Platz. Gegen die eigene Zweite verlor der Landesligist das Neunmeterschießen um Platz sieben mit 2:3. „Wir haben uns als gute Gastgeber präsentiert, aber ,Micky’ bekommt erst mal einen Einlauf“, erklärte Ebersbach augenzwinkernd.

Nisar Atris (am Ball) und seine SG Unterstedt schrammten nur knapp am Turniersieg vorbei. Gegen Bremen-Ligist TuS Schwachhausen(r., Boris Vöge) siegte der Kreisligist jedoch überraschend deutlich mit 6:1. 

Kreisliga-Tabellenführer TV Sottrum überzeugte hingegen und scheiterte im Halbfinale gegen den Heeslinger SC hauchzart in der Neunmeterlotterie, nachdem es nach regulärer Spielzeit 3:3 gestanden hatte. Das Neunmeterschießen um Platz drei entschied die Elf von Vitalij Kalteis hingegen mit 4:3 gegen den VfL Visselhövede für sich. Für den Sottrumer Coach war dies aber nur zweitrangig: „Ich bin froh, dass wir keine weitere Verletzung hinzubekommen haben.“ 

Kurzzeitig musste Kalteis daher der Atem gestockt haben, als Torjäger Andrej Edel während des Spiels gegen den frisch gebackenen Bremer Lotto-Masters-Gewinner TuS Schwachhausen (am Ende Platz fünf) humpelnd vom Feld ging. „Er ist im Neunmeterschießen um Platz drei wieder angetreten. Von daher kann es wohl nicht so schlimm sein“, so Kalteis.

Ein positives Fazit des äußerst fairen Turnieres, das ohne Platzverweise sowie Zwei-Minuten-Strafen zu Ende ging, zog Olaf Mattner von der Turnierleitung: „Die Tribüne war voll und wir haben erfreuliche Rückmeldungen der teilnehmenden Teams bekommen, wie gut das Turnier organisiert sei. Im Vergleich zum letzten Jahr haben sich viele organisatorische Kleinigkeiten besser eingespielt, sodass es kaum Verzögerungen im Ablauf gab.“ Für die kommende Auflage möchte Mattner an einem Konzept festhalten: „Wir werden nicht immer die gleichen Teams einladen.“

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