Nach 1:0 beim Heeslinger SC II steht Vizemeister im Kreispokal-Finale

Trostpflaster – Edel verarztet Sottrum

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Ackerte im zentralen Mittelfled gewohnt zuverlässig: In dieser Szene entwischt Sottrums Jan Vollmers (am Ball) jedoch seinem Gegenspieler Lennart Lahde und zieht zum Tor. - 

Heeslingen - Von Matthias Freese. Die skeptischen Blicke gingen immer wieder nach oben – da, wo es donnerte, ab und zu auch mal blitzte und mit dunkler munter. Doch auch ohne Flutlicht behielt der TV Sottrum im Halbfinale des Fußball-Kreispokals beim Heeslinger SC II den Durchblick und siegte im Waldstadion mit 1:0 (0:0) dank eines Tore von Andrej Edel (46.). Die kleine Revanche für Platz zwei im Titelrennen der Kreisliga war vor rund 200 Zuschauern geschafft.

Das Pokalfinale, in dem es nun am Sonntag (15.30 Uhr in Rhadereistedt) zum Duell mit dem Klassenpartner Bremervörder SC kommt, ist für Sottrum quasi das Trostpflaster für die endgangene Meisterschaft. „Das ist ein bisschen Gerechtigkeit“, nannte es Innenverteidiger Eike Buckenberger. „Beides können wir denen ja nicht überlassen.“ Heeslingens Coach Dominique Schneider hätte zwar gerne das Double geholt: „Aber ich bin lieber aufgestiegen“, merkte er an während Siegtorschütze Edel ihm auf dem Weg in die Kabine zunickte: „Stimmt. Wir auch. Für den Pokal kannst du dir ja nichts kaufen.“

Dass der Erfolg verdient war, darüber gab es keine zwei Meinungen. „Die bessere Mannschaft hat gewonnen, auch wenn sie ähnlich wenig Chancen hatte“, bemerkte Schneider. Das Spiel seines Teams war dabei zu sehr auf den nimmermüden Syleyman Shakirov zugeschnitten. Er war einer von drei Leihgaben aus der Oberliga-Mannschaft und ist nächste Saison fest im Kader der Reserve eingeplant, wie Schneider verriet. Bei Sottrum war vor allem Finn Herwig über den linken Flügel immer wieder gefährlich. Hinten standen die Gäste sehr sicher. „Wir haben zwei gute Halbzeiten gespielt und nichts Großartiges zugelassen. Wir hätten sogar eher das 2:0 machen müssen“, betonte Sottrums Coach Vitalij Kalteis. Er ergänzte: „Kompliment an meine Jungs. Das Finale haben sie sich verdient.“

Dass es dazu kommt, lag an Andrej Edel, der unmittelbar nach dem verfrühten Wiederanpfiff von Referee Jan-Luca Wilken (SV Jeersdorf) ein Missverständnis in Heeslingens Abwehr ausnutzte. Weitere gute Möglichkeiten – unter anderem durch Herwig (63.) und zwei Distanzhammer von Steffen Mech (64./70.) – blieben jedoch in der zweiten Halbzeit ungenutzt. Heeslingens beste Chance, ein satter Schuss von durch Sidney Wix, parierte Tobias Engel (89.). Damit war das Finalticket für Sottrum nach guter Leistung gesichert.

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