Hattrick in sechs Minuten beim Hassendorfer 7:1-Finalsieg gegen Reeßum

Apmann setzt das Highlight

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Florian Apmann (am Ball) war zwischen der 17. und 23. Minute nicht zu stoppen – auch nicht von Reeßums Alexander Juhnke (r.).

Sottrum - Von Matthias Freese. Wenn die Verantwortlichen des TV Sottrum genau hingeschaut haben, dürften sie sich über diesen Verlust geärgert haben. Florian Apmann, letzte Saison noch im Kader ihres Fußball-Kreisligisten, brachte gestern den TV Hassendorf mit einem Hattrick in sechs Minuten auf Kurs. Im Finale des Samtgemeindepokals in Taaken bezwang der Aufsteiger in die 1. Kreisklasse den klassentieferen TuS Reeßum mit 7:1 (3:0). Mehr Mühe hatte Sottrum im kleinen Finale gegen den TuS Mulmshorn (3. Kreisklasse) – 9:8 nach Elfmeterschießen (5:5/4:1).

„Das war eine klare Sache. Auf dem schweren Geläuf haben wir auch spielerisch durchaus Akzente gesetzt“, fand Hassendorfs Coach Wilfried Vajen, dessen Jungs sich mit einem 8:1 gegen den TuS Hellwege (2. Kreisklasse) das Finalticket endgültig gesichert hatten.

Im Endspiel war der Klassenunterschied schnell erkennbar. Reeßum, mit mehreren Routiniers wie André Rettke und Thorsten Weinheimer aufgelaufen, hatte zwar mit Pascal Bock sowie Neuzugang Malte Korz (kam vom TV Sottrum) wendige Akteure an Bord, doch schon nach 23 Minuten war auf dem seifig-schwammigen Boden alles entschieden. Zu dem Zeitpunkt hatte Apmann bereits dreifach getroffen (17./20./23.), vor allem sein Sololauf zum 3:0 begeisterte. In der zweiten Halbzeit erhöhten Siwan Bezek und Memet Delibas schnell auf 5:0 (47./50.), ehe Korz verkürzte (57.). Eugen Alberg und Marc Fahrenholz nach Zuspiel des auffälligen Finn Herwig rückten die Verhältnisse aber wieder zurecht (74./76.).

Kurios verlief die Partie des TV Sottrum, der sich am Freitag mit einem 3:1 gegen den klassentieferen SV Horstedt für das kleine Finale qualifiziert hatte. Dort führte er gegen Mulmshorn bereits mit 4:0 kurz vor der Pause. Nach 90 Minuten hieß es jedoch 5:5! „Das haben wir auch nicht anders verdient“, meinte Stürmer Constantin Hirsch selbstkritisch. Arouna Ahizi hatte in der Schlussminute akrobatisch ausgeglichen, anschließend aber Gelb-Rot von Referee Arne Fahrenholz (TV Hassendorf) gesehen, weil er sein Trikot ausgezogen hatte. Für Sottrum trafen je zwei Mal Hirsch und Christian Hoops sowie ein Mal Till Högermeyer. Mulmshorns Aufholjagd unterstützten Justin Wessels mit zwei Toren sowie Davil Saciri und Malte Stüring. Im Elfmeterschießen waren Stüring, Chemal Demir und Justin Wessels zwar für den Underdog erfolgreich, Saciri verfehlte aber das Tor, Robin Noss scheiterte an Marco Köster. Für die Sottrumer vergab nur Jan-Claas Rosebrock, während Matthias Michaelis, Högermeyer, Nico Fröhlich und Yannik Stelling verwandelten. Fröhlich wurde nach einem Entscheidungsschießen gegen Pascal Bock mit sieben Turniertreffern zudem Torschützenkönig.

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