GW Rotenburg steht nach 6:0 gegen Barrien vor der Vizemeisterschaft

Hart, härter, Burina

Tief runter: Lars Rademacher musste sich schon mühen, um auch den zweiten Satz zu gewinnen. Fotos: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Nur noch ein Punkt fehlt den Tennis-Herren des TC Grün-Weiß Rotenburg zur Vizemeisterschaft in der Oberliga: Nach dem 6:0-Heimerfolg gegen den Barrier TC kommt es bereits am nächsten Samstag zum entscheidenden Duell mit dem Tabellendritten Oldenburger TeV II in der Halle am Nobelsteder Weg - ein Unentschieden genügt den Wümmestädtern in ihrem letzten Spiel.

Gegen die Jung-Alt-Formation aus Barrien erlaubten sich die Rotenburger zwar einige kleinere Hänger, doch letztlich musste nur Sebastian Loss im Duell der Zweier gegen den erfahrenen Tobias Kuhlmann (31) in den Match-Tiebreak gehen - wie bereits eine Woche zuvor in der Partie gegen den TSC Göttingen. Im ersten Satz bog der 21-jährige Loss einen 2:4-Rückstand noch um und gewann im Tiebreak mit 7:5. Nach einem 3:6 im zweiten Durchgang war er dann wieder auf der Höhe und siegte mit 10:6. Ein starker Vorhand-Crossball gegen den ans Netz stürmenden Barrier zum zwischenzeitlichen 8:5 brachte die Vorentscheidung. „Das war ein sehr schnelles Spiel. Da ist es dann normal“, kommentierte Coach Zlatan Burina die zahlreichen Fehler, die sich beide Kontrahenten im Laufe der Partie geleistet hatten. „Aber als das Tempo raus war, hat Sebastians Gegner mehr Fehler gemacht.“

Beim Stand von 6:1, 4:1 für Lars Rademacher sah es bereits nach einem schnellen Match an Position vier aus, Doch der junge Tarek Erlewein nutzte es geschickt aus, dass der Rotenburger ein wenig den Druck rausnahm. „Das hätte nicht notgetan, aber für einen 15-Jährigen spielt der echt gut. Außerdem hat er dann auch besser getroffen“, bemerkte Rademacher nach dem 6:4 im zweiten Satz.

Einen ebenfalls erst 15-jährigen Akteur schickten die Barrier ins Spitzeneinzel gegen Tarik Burina. Doch Bendix Schröder, immerhin schon Nummer 629 der deutschen Herren-Rangliste, hatte gegen die Wucht, mit der der Rotenburger die Vorhand und die Aufschläge über das Netz bretterte, keine Chance. Hart, härter, Burina - 6:1, 6:4! Die Nummer zwei der Gäste, Florian Hartje, ist inzwischen schon 34, aber trotz des Bauchansatzes noch stark am Ball. Sein Gegenüber Philipp Barautzki ist mit 28 Jahren wiederum bei den Rotenburgern der Team-Oldie. Das Duell der Routiniers entschied der sechs Jahre Jüngere mit 6:1, 7:5 für sich.

Auch in den Doppeln gaben sich die Gastgeber keine Blöße mehr. Burina/Rademacher bezwangen Schröder/Erlewein mit 7:5, 6:2, während sich Loss/Barautzki mit 6:3, 6:3 gegen Kuhlmann/Hartje durchsetzen.

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